Antworten

> Drittes Kapitel:
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Obwohl dir der Felsbrock von Anfang an komisch vorgekommen ist, hättest du nie vermutet, dass sich unter ihm ein Geheimgang verbirgt, der nach Koma Village führt, wie es sonst nur in vielen Filmen der Fall ist.
   Einerseits ehrt es dich, dass Gingka dir anscheinend so viel Vertrauen schenkt, dir jenen zu zeigen, andererseits erfüllt es dich wegen seiner extremen Reaktion im Zug auf dein Ziel mit Überraschung.
Eventuell schenkst du dem Ganzen zu viel Aufmerksamkeit und vielleicht gibt es gar keinen anderen Weg oder er ist sich sicher, dass du ihn ohne seine Hilfe eh niemals finden würdest.
    Was auch immer es gewesen ist, spielt keine Rolle mehr, denn ihr seid endlich nach zwei Fast-Herzinfarkten deinerseits – als du die wacklige Hängebrücke gesehen hast, wärst du beinahe gestorben – in Koma Village angekommen und du schaust dich neugierig um.
    Das Dorf ist größer als du vermutet hättest, pure Natur umgibt es und neben den überwiegend weißen oder beigen Häusern, welche wie der Dreck und die Bauweise vermuten lässt eindeutig mehrere Jahre auf den Buckel haben, mit den hellbraunen Kacheldächern sticht besonders das viele Grüne – Bäume, Büsche, etc. – heraus.
Nebenbei sind das auffällige Gebäude mit den Säulen und der dort vor stehende Brunnen ebenfalls nicht zu übersehen.
    Das, was du gehört hast, ist wahr, Koma Village ist wirklich schön und absolut ruhig.
    „Gingka!“, ruft eine dir unbekannte Person plötzlich freudig, die lächelnd und winkend auf euch zurennt.
    „Hyoma!“ Gingka erwidert das Strahlen des anderen und hebt ebenfalls zur Begrüßung die Hand.
    Der Jungen mit den hellvioletten Haaren und den funkelnden blauen Iriden betrachtet dich für den Hauch einer Sekunde skeptisch, ehe er Gingka in eine Umarmung zieht.
    „Lange nicht gesehen, Kumpel.“
   „Wer ist das?“, ertönt es kühl von der Seite neben dir und unterbricht das freundschaftliche Zusammentreffen. „Du weißt, dass Fremde nicht ins Dorf dürfen. Sie muss es sofort verlassen oder es wird Konsequenzen mit sich bringen.“
   Du drehst leicht deinen Kopf in die Richtung der zweiten, überaus freundlichen Stimme und entdeckst einen weißen Hund mit einem gräulichen Stirnband, der dich böse anstarrt. Durch seine geringe Größe und seinen großen Glubschäuglein wirkt das allerdings nur süß und keineswegs bedrohlich. Am liebsten würdest du ihn direkt streicheln und hinter den Ohren kraulen.
    Gingka seufzt derweil leise. „Du musst ihr nicht drohen, Hokuto. Sie ist hier, weil sie Antworten über einen verschwundenen Freund sucht, der Gerüchten nach zuletzt in Koma gesichtet wurde. Du kannst ihr vertrauen, sie hat nichts Böses im Sinn.“
    Der Köter knurrt unzufrieden und du starrst Gingka irritiert an, weil er sich mit einem Hund unterhält. Ist er verrückt geworden?
    „Du hast wohl vergessen, was beim letzten Besuch von Fremden passiert ist, Gingka“, kläfft Hokuto abweisend.
    Dir entgleisen sämtliche Gesichtszüge, du guckst wie ein Auto und dein Mund steht vor Sprachlosigkeit ein kleines Stückchen offen. Der Köter kann sprechen! Wie ist das möglich? Bist du nun völlig durchgeknallt oder ist das Ganze ein schräger Traum? Das kann nicht sein, redende Tiere gibt es nur im Märchen!
    Aufgrund deiner Überraschung und Empörung entgeht dir, wie Gingka den Kopf und die Schultern hängen lässt und seine Hände krampfhaft in sein Oberteil gräbt. Tränen sammeln sich in seinen Augen, die er eilig wegblinzelt, bevor sie seine Wangen herunterlaufen können.
Wie könnte er jemals vergessen, was damals Schreckliches geschehen ist?
   „Hokuto, das reicht!“, meldet sich eine weitere Fremde zu Wort und weist ihn zurecht. „Wo sind deine Manieren geblieben?“
    Erschrocken über das blitzartige Auftauchen der Frau fährst du zu ihr herum – die Menschen in Koma werden zu Ninjas ausgebildet, anders kannst du dir ihr lautloses, abruptes Erscheinen nicht erklären – Gingka, welcher ebenso in seinen Gedanken vertieft gewesen ist, tut es dir gleich.
    Die strenge Miene der älteren Dame wird umgehen weich, als sie zu Gingka schaut und sie streckt ihre vorher in die Hüfte gestemmten Hände nach ihm aus, um ihn an sich zu drücken.
    „Gingka, es freut mich, dich zu sehen!“
    Ihre Begeisterung ist nicht übersehbar, der beinahe zerquetschte Gingka und seine geflüsterten Hilferufe sind der lebende Beweis für ihre Entzückung.
Hitomis – du hast ihren Namen aus seinen gemurmelten Bitten, ihn loszulassen entnommen – goldene Locken wippen im Wind leicht hin und her und ihre blauen Iriden, die sich mit denen von Hyoma gleichen, strahlen warm. Mit den vielen Lachfalten und ihrer exzentrischen Art ist sie dir direkt sympathisch.  

    Nachdem Hitomi beschlossen hat, Gingka doch nicht an Sauerstoffmangel sterben zu lassen und dieser dramatisch nach Luft geschnappt hat, löchert sie ihn mit geschätzten dreitausend Fragen auf einmal. Mehr als „Wie ist es dir ergangen?“, „Was treibt dich zurück nach Koma?“ und „Ist sie deine Freundin?“ kannst du bei ihrem schnellen Gerede nicht aufschnappen.
    „Mum, langsam, außer dir kann keiner so geschwind reden. Gib ihm Zeit zum Antworten und bedräng ihn bitte nicht so“, mischt sich Hyoma ein und rettet Gingka damit im gewissen Maße.
    Hitomi grinst schief und kratzt sich verlegen am Hals. „Ach, tut mir leid. Ich bin wohl etwas übereifrig.“ Kurz schüttelt sie den Kopf und wendet sich dann an dich. „Liebes, meine Manieren sind offenbar leider auch abhandengekommen, entschuldige. Dir hat sich sicherlich noch keiner vorgestellt, dir das Dorf gezeigt und etwas darüber erzählt und erst recht nichts zu essen oder zu trinken angeboten, ich kenn meine Jungs.“  
   „Nein, aber das ist wirklich nicht nötig. Ich –“
   Hitomi ignoriert sämtliche Widersprüche von dir, sie packt dich sanft am Arm und zieht dich mit einem „Wir Frauen müssen zusammenhalten“ von den anderen weg. Du bist viel zu perplex, um dich großartig zu wehren und außerdem ist dir bewusst, dass sie nichts Böses im Schilde führt. 
Eventuell ist es besser, die drei alleine zu lassen und vom ersten Eindruck her wird Hitomi dir am ehesten die von dir sehnlichst gewünschten Informationen geben.
    Erst vor einem Haus, das höchstwahrscheinlich sie und ihr Sohn bewohnen, lässt sie dich los, um die Tür zu öffnen und dich hereinzubitten. Der Holzboden knackst unter euren Füßen und der Duft nach frischen Blumen steigt dir in die Nase.
Die Quelle dessen machst du schnell aus: Überall stehen die verschiedensten blühenden Pflanzen – Rosen, Tulpen, Primeln und so weiter – in Vasen und vor dem offenen Fenster hängt ein Kasten voller Veilchen. Es ist ein reines Farben- und Geruchsparadies, das die eher schlichte Einrichtung aufwertet.
    Hitomi führt dich durch den Flur in eine Küche, auf welche der Spruch „Klein, aber fein“ zugeschnitten ist. An der Decke über dem Esstisch mit vier Stühlen befindet sich eine Art Kronleuchter und eine typische Eckzeile inklusive Herd und alles, was dazugehört, rundet das angenehme Ambiente des Raums ab.
Eine steinerne Treppe führt nach oben und die Aussicht nach draußen ist wunderschön, denn man hat einen perfekten Blick auf den Mount Hagane.
    „Setz dich doch, Liebes“, meint Hitomi nach ausführlichem Umschauen von dir und deutet auf einen Platz. „Möchtest du etwas trinken oder essen?“
   Du leistest ihrer freundlichen Anweisung Folge und lächelst leicht. „Nein, danke. Ich habe selbst noch etwas in meiner Tasche.“
    „Ach, Kind.“ Tadelnd schüttelt sie den Kopf und wedelt mit dem Finger herum. „Du hast definitiv nicht so leckere Sachen dabei und du siehst müde aus. Nur keine falsche Bescheidenheit, ich mach dir einen Kaffee und ein Sandwich.“
    „Das müssen Sie wirklich nicht tun, ich –“
   Erneut werden deine Widerworte ignoriert und Hitomi beginnt, in der Küche herumzuwerken, wenig später steht eine dampfende Tasse und ein Teller mit zwei Broten vor dir.
    Während du über das Trinken und Essen herfällst – vorher hast du dich selbstverständlich bedankt und sie dir einen guten Appetit gewünscht – setzt Hitomi sich ebenfalls mit einem Tee in der Hand hin und betrachtet dich aufmerksam, ihre Augen funkeln weiterhin warm.
    „Es tut mir leid, dich derart überfallen zu haben. Das war nicht meine Absicht, ich wollte nur, dass die Jungs sich alleine unterhalten. Irgendetwas ist mit Gingka los, allerdings wird er das niemals erzählen, wenn ich dabei bin. Er will niemanden belasten und das mit sich alleine austragen, dennoch erklärt er vielleicht Hyoma und Hokuto, was los ist“, rechtfertig sie ihr vorheriges Verhalten.
    Du winkst ab. „Kein Problem, ich möchte auch, dass es Gingka bessergeht.“
   Hitomi wackelt mit ihren Augenbrauen und ein breites Grinsen bildet sich auf ihren Lippen. „Sag mal, wie ist das Verhältnis zwischen Gingka und dir? Seid ihr ein Paar?“
    „N-Nein, wir kennen uns kaum.“
   Obwohl nichts an der Unterstellung dran ist und du keinerlei romantisches Interesse an Gingka hast – dafür kennst du ihn viel zu wenig – errötest du etwas. Diese direkte Frage und das ganze Thema sind dir echt unangenehm.
Warum glaubt sie, dass ihr beiden zusammen seid? Sind andere derselben Meinung?

    Glückerweise bemerkt Hitomi deine Verlegenheit und wechselt das Thema, nachdem sie extra noch einmal angemerkt hat, dass „was nicht ist, ja noch werden könnte“. Anscheinend möchte sie gerne Verkuppler spielen und Gingka und du seid ihre Opfer.
    „Was führt dich nach Koma? Wir bekommen selten Besuch“, will sie von dir wissen.
    Tief seufzt du. „Ich suche nach Antworten. Ein ehemaliger Freund von mir ist seit Jahren verschwunden und soll zuletzt in Koma Village gesichtet worden sein.“ Du beißt dir nervös auf die Lippe. „Angeblich hat er einen verbotenen Bey entwendet. Sein Name ist Ryuga.“
    Deine Worte bringen Hitomi vollkommen aus der Fassung, sie guckt unglaublich erschrocken und umfasst den Henkel ihrer Tasse so fest, dass ihre Knöchel weiß hervortreten.  
   „Ja, die Geschichte stimmt. Dein ehemaliger Freund Ryuga ist vor mehr als einem Jahr zusammen mit einem Kerl namens Doji unerlaubt in Koma eingedrungen und hat den verbotenen und daher weggesperrten Beyblade Lightning LDrago entwendet. Ryo Hagane, Gingkas Vater, hat versucht, sie aufzuhalten, aber er wurde besiegt und kam tragischerweise ums Leben, als der Berg durch den Kampf eingestürzt ist und er sich nicht mehr rechtzeitig retten konnte. Er hat Gingka seinen Bey Storm Pegasus vermacht.“
   Deine schlimmsten Befürchtungen bewahren sich, Ryuga hat jemanden umgebracht, zwar nicht extra, zumindest gehst du davon aus, allerdings ändert das kaum etwas, er ist mutwillig das Risiko eingegangen, dass jemand zu Schaden kommt.  
   Du weißt nicht, was du fühlen oder sagen sollst. Deine Gedanken überschlagen sich, sie sind so wirr wie nie zuvor und du wirst von den verschiedensten Gefühlen überflutet: Wut, Enttäuschung, Trauer und Schuld.
Wie konnte Ryuga so etwas tun? Wie sollst du das Ryuto erklären? Wie willst du Gingka jemals wieder in die Augen sehen? Er ist so freundlich zu dir gewesen, hat dir geholfen und dich trotz der schrecklichen Vergangenheit nach Koma Village geführt und du suchst nach der Person, die den Tod seines Vaters zu verantworten hat.
    Für etwas Klarheit beißt du dir fest auf die Lippe und konzentrierst dich auf den Schmerz. Du suchst Hitomis Blick, ihr ist die Traurigkeit anzusehen – sie hat mit Gingkas Vater wohl einen guten Freund verloren.
    „Es tut mir leid. Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich niemals hergekommen“, entschuldigst du dich ehrlich.
    Du hast nicht vorgehabt, alte Wunden aufzureißen und du bereust deine Endscheidung, in Koma Village nach Antworten gesucht zu haben. Diese hast du nun zwar bekommen, aber zu welchem Preis? Hitomi ist unglücklich, du auch und Ryuto wird es ebenfalls werden.
    Ryuga scheint nicht mehr derselbe unschuldige Junge zu sein, der mit dir heimlich die Sterne angeschaut hat, der seinen kleinen Bruder über alles geliebt hat und dem nichts wichtiger gewesen ist als das Wohlsein seiner Familie, zu welcher du damals gehört hast.
Seit Jahren ist er in der Obhut Dojis – du gehst davon aus, dass Doji der komische Typ ist, an den du dich erinnerst – und steht unter seiner Beeinflussung. Das wird ihn verändert haben.
    Hitomi legt dir tröstend die Hand auf deine Schulter und du zuckst erschrocken zusammen. Wie ist sie derart lautlos aufgestanden?
    „Du bist nicht für seine Taten verantwortlich. Ihr wart Freunde, es ist normal, dass du dich um ihn gesorgt hast.“ Ein leichtes Lächeln ziert für den Hauch einer Sekunde ihre Lippen. „Ich bin froh, dass du in Koma bist. Es hat Gingka gutgetan, nicht alleine zu sein und du weißt jetzt mit Sicherheit, dass dein ehemaliger Freund noch lebt.“
   Hitomis Miene wird ernst und Falten bilden sich auf ihrer Stirn. „LDrago ist nicht umsonst verboten, der Bey ist böse und sein Bitbeast seelenlos, er birgt eine schreckliche Dunkelheit und ernährt sich von negativer Energie wie Wut und Hass. Er hat sich damals Ryugas Kraft geraubt und ihn für lange Zeit außer Gefecht gesetzt. Früher oder später wird er die Kontrolle über ihn erlangen. Versprich mir, dass du Gingka helfen wirst, ihn aufzuhalten. Vielleicht dringst du zu ihm durch.“
    Zögerlich nickst du, du musst die Informationen erst einmal verdauen. „Ich verspreche es.“  

   Plötzlich vibriert dein Handy und Ryutos Name sowie ein Bild von ihm leuchten auf dem Display auf, sein Timing ist wirklich unübertrefflich. Sonst erfreut dich ein Anruf von ihm, diesmal ziehst du allerdings eine unzufriedene Grimasse deswegen.
Ein Gespräch mit ihm hättest du liebend gern weiter aufgeschoben, du weißt noch nicht, was du ihm sagen sollst und was nicht. Du kannst nicht alles weglassen, einen Teil der Wahrheit musst du ihm beibringen, ob es dir gefällt oder nicht.
    Das Problem ist, dass du momentan selbst noch nicht bereit dafür bist. Du bist noch viel zu durcheinander und musst das Ganze erst einmal richtig realisieren. Ryuga lebt, hat einen gefährlichen Bey geklaut, jemanden umgebracht und ist seitdem erneut verschwunden. Das hört sich so unwirklich an.
    „Ich schau mal nach den Jungs, nicht dass sie wieder das halbe Dorf abfackeln“, verabschiedet Hitomi sich und lässt dich alleine in ihrem Haus zurück.
    Dich überrascht ihr Vertrauen, du würdest niemanden, den du noch nicht einmal seit einer Stunde kennst, unbeaufsichtigt in deiner Wohnung lassen und bei dir gibt es wesentlich weniger Wertvolles zu holen.
    Es ist nett von ihr, dass sie dir den Gefallen tut, in Ruhe reden zu können, dennoch bist du alles andere als begeistert darüber. Du hättest sie am liebsten als Ausrede benutzt, warum du momentan nicht telefonieren kannst.
Natürlich besteht die Möglichkeit, Ryuto anzulügen und zu behaupten, dass du keine Zeit hättest oder einfach nicht ranzugehen, aber das bringst du bei ihm nicht übers Herz. Früher oder später musst du ihm von dem erzählen, was du in Erfahrung gebracht hast und du wirst nie bereit dafür sein.
    „Hey“, begrüßt du ihn.
    „Bist du schon in Koma Village? Hast du irgendetwas herausgefunden?“
   Nervös knetest du deine Hände und beißt dir auf die Zunge, um dich zu beruhigen und zu konzentrieren. „Die Gerüchte stimmen, Ryuga war vor mehr als einem Jahr hier. Er hat zusammen mit einer anderen Person einen Bey entwendet.“
   Du hörst Ryuto erleichtert ausatmen. „Also lebt er und es geht ihm gut? Ich wusste es! Ich hätte es gespürt, falls irgendetwas Schlimmes passiert wäre – wie damals in jener Nacht ...“
    „Apropos jener Nacht, ich glaube, der Typ war derselbe, der Ryuga und mir vor seinem Verschwinden begegnet ist. Er ist der Schlüssel. Wenn wir ihn finden, finden wir auch Ryuga.“
    „Ist das nicht zu gefährlich? Er hat Ryuga entführt und ihn gezwungen, einen Bey zu stehlen, er könnte dir etwas tun!“, ruft Ryuto danach empört aus.
    Du kannst ihn nicht sehen und trotzdem bist du der festen Überzeugung, dass er unsicher auf seiner Lippe herumkaut und wie irre mit den Armen herumwedelt. Sollte er aufgebracht sein, macht er das immer.
    „Ryuto, deine Sorge ehrt mich, doch sie ist unberechtigt. Ich kann auf mich aufpassen und habe nicht vor, mich mit ihm anzulegen. Ich will nur zu Ryuga. Er soll erfahren, dass es euch gut geht und dass er nicht alleine ist. Dann können wir uns den Mistkerl gemeinsam vorknöpfen.“
      Das ist nicht einmal ansatzweise die halbe Wahrheit, derart einfach und glimpflich wird dies niemals ablaufen, allerdings musst du das Ryuto nicht unter die Nase reiben. Es ist dein Problem und nicht seins.
Du hast keinerlei Ahnung, ob du Ryuga überzeugen kannst oder ob er nicht zu sehr unter Dojis Einfluss steht. Des Weiteren musst du sie erst einmal aufspüren, was dir und allen anderen die letzten Jahre lang nicht gelungen ist.
    Dessen ungeachtet nimmst du deine persönliche Mission Impossible an, da du Ryuga zurück zu seiner Familie bringen willst und nicht möchtest, dass es so weit kommt, dass er noch mehr verletzt und LDrago ihn kontrolliert.
    Dir bleibt nichts als die Hoffnung, dass das Glück dich nicht verlässt, damit du jenes schaffst.

Kommentare

Bild des Benutzers Meakuel

Wenn „wir“ den Hund süß finden, ihn direkt streicheln wollen, warum dann das Synonym „Köter“? Diese abwertende Bezeichnung scheint mir hier unpassend. Ebenso irritiert mich „unsere“ Reaktion auf das Gespräch. „Wir“ haben doch mitbekommen, dass der Hund spricht, bevor Gingka mit ihm gesprochen hat. „Wir“ sehen es zwar nicht, aber jemand anderes scheint ja nicht da zu sein. Dass Menschen mit Tieren reden ist nicht so ungewöhnlich. Dass Tiere, ab von manchen Vogelarten, reden, sollte uns eher zu denken geben. Realistischer fände ich es hier daher mehr, direkt an „unseren“ Verstand zu zweifeln, oder anzunehmen, dass Hund Mikro und Kamera bei sich trägt, über die ein Dritter kommuniziert.

Wenn Hitomi denkt, „wir“ wären die Freundin von Gingka, wäre es da nicht naheliegend uns auszuquetschen? Aber vielleicht ist sie auch zu lieb dafür. Sie scheint ne total liebe Mami zu sein.

Auch, als sie erfährt, warum „wir“ tatsächlich da sind, will sie „uns“ mit der zerschmetternden Neuigkeit nicht einfach dastehen lassen. Immerhin ist sie ja auch betroffen und könnte sich in ihren eigenen Schmerz zurückziehen oder gar ablehnend reagieren. Aber nein, sie involviert „uns“ in die Aufgabe Ginka zu unterstützen, Schlimmes zu verhindern und schenkt „uns“ die Hoffnung, dass „wir“ zu unseren Freund durchdringen könnten.

Ryuto hat echt ein mieses Timing. ^^°

Auch sehr lieb, dass Hitomi „uns“ das erst Mal verdauen lässt. Dass „wir“ damit keine Ausrede mehr haben, ist ne andere Sache. Hätte eh nur kurz geholfen. Aber das Gespräch lief ja auch recht … positiv.