Demolition Boys

RPG

Kommentare

Bild des Benutzers TheTwixer

Tala

Genervt sah Tala auf seinen Koffer, der sich partout nicht schließen lassen wollte.
Er hasste es, zu packen – doch die Weltmeisterschaft war seit einigen Tagen vorbei und ihr Flug ging morgen früh zurück nach Russland.
Er musste packen, ob er wollte oder nicht.
Und er wollte nicht.

Plötzlich klopfte es energisch an der Zimmertür, fast schon dankbar ließ Tala das ungeliebte Gepäckstück links liegen und öffnete.

Bei der Weltmeisterschaft hatte ihn bereits einiges überrascht und er hatte nicht erwartet, dass das nach der Weltmeisterschaft noch zu toppen war.

Doch hier stand er und sah Ian ungläubig an.
Ian, der in Russland sein sollte - 7.500 km weit weg.

"Was machst du hier?", fragte er scharf.
"Freut mich auch, dich zu sehen", antwortete Ian und schob sich an ihm vorbei ins Zimmer. "Und mach die Tür hinter mir zu."
Die ungeteilte Aufmerksamkeit aller Anwesenden lag nun auf Ian.

"Die BioVolt hat die Abtei geschlossen – und scheinbar ist Boris nach Japan abgedampft", platzte es aus ihm heraus, kaum das Tala widerwillig die Tür hinter ihm zugezogen hatte.

Bild des Benutzers TheTwixer

Bryan

Eigentlich hatte sich Bryan schon darauf gefreut Japan hinter sich zu lassen. Das lag nicht nur daran, dass sie den Weltmeistertitel nicht zurück geholt hatten. Es lag noch nicht einmal daran, dass er während des ganzen Turniers auf die Ersatzbank verbannt worden war.
Nein, eigentlich wollte er nur möglichst viel Abstand zwischen sich und Kai bringen, bevor er ihm doch noch den Hals umdrehte. Oder die Nase brach.

Aber manchmal kam es eben anders, als man dachte. "Anders" hatte die Gestalt von Ian, der wie aus dem Nichts vor der Zimmertür des Hotels auftauchte und keine Zeit mit derart unwichtigen Dingen wie Begrüßungen verschwendete.
Eigentlich hatte das schon gereicht seine Aufmerksamkeit zu erregen.
Sein Blick huschte kurz in Talas Richtung, als Ian seine Neuigkeiten mit ihnen teilte. Konnte nichts Gutes bedeuten.

Es war nicht nötig diese Gedanken auszusprechen, denn Spencer nahm ihm das ab: "Wenn Boris hier ist, hat er etwas vor", stellte er fest. "Und wenn die Abtei geschlossen ist ..." Spencers Stimme verlor sich und er verschränkte die Arme fest vor der Brust, als könnte er Boris so von sich fern halten.
" ... dann hat er etwas Besseres vor Augen", beendete Bryan den Satz nach kurzem Zögern.

Bild des Benutzers TheTwixer

Ian

"Richtig", knurrte Ian. "Und wir wissen alle, dass das nichts Gutes bedeuten kann."
Er lief einige Schritte auf und ab, ehe er etwas weiter ausholte. "Ich hab die Abtei im Blick behalten, während ihr im Turnier gekämpft habt", informierte er sie weiter, "und ich hatte schon ein paar Tage lang den Eindruck, als wären immer weniger Personen dort ein- und ausgegangen. Aber das sie so plötzlich alles stilllegen, hätte ich nicht gedacht."

Es schien fast, als hätte Ian von sich selbst erwartet, schneller zu erkennen, was die BioVolt – und vor allem Boris – geplant hatten.

Tala zog die Stirn in Falten, während er Ian zuhörte. Ihm war auch der kurze Blick von Bryan in seine Richtung nicht entgangen und er fragte sich, ob er wohl eine Ahnung hatte, was Boris vorhaben könnte.
Bis vor fünf Minuten hätte er sich nicht einmal vorstellen können, das Boris die Abtei je verlassen würde. Schon gar nicht, um sein Moskau gegen den grauen Betondschungel in Tokyo einzutauschen.

"Tala?"

Er wurde aus seinen Gedanken gerissen, als Ians fragender Blick auf ihm ruhte. Sein Team schien zu erwarten, dass er etwas dazu sagte. Er könnte jetzt irgendetwas sagen, doch –
"Ehrlichgesagt kann ich mir nicht vorstellen, was Boris hier in Japan will", meinte er schulterzuckend.
Ian setzte an, etwas zu sagen.
"Damit will ich nicht sagen", fuhrt Tala in scharfem Ton dazwischen, "dass ich nicht auch glaube, er hätte etwas vor. Ich hab nur keine Ahnung, was..."

Schweigen breitete sich zwischen ihnen aus und jeder hing seinen eigenen Gedanken nach.

"Glaubst ihr, sie wollen die BioVolt in Japan neu aufbauen?", durchbrach Ian die Stille und setzte sich auf das Bett mit dem halb-geschlossenen Koffer.

Bild des Benutzers TheTwixer

Spencer

"Zu riskant", entgegnete Spencer. "Direkt unter den Augen der BBA. Der alte Dickenson hat Boris schon einmal vorgeführt."
Abgesehen davon war es eine Verschwendung von Ressourcen, wenn sie die Abtei still legten, nur um dasselbe in Grün noch einmal aufzuziehen. Das war nicht Boris' Handschrift.
Spencers Blick wanderte von Ian zu Bryan und schließlich weiter zu Tala und er konnte die leise Hoffnung nicht unterdrücken, dass dieser doch noch mit einer wundersamen Lösung für das Problem aufwarten konnte.

"Wir brauchen mehr Informationen", stelle Bryan fest. "Wo er jetzt ist, was er treibt. Wer sonst noch weiß, dass er hier ist."
Seine Augen hefteten sich auf Ian. "Falls du noch was weißt, spuck es aus. Es bringt uns nichts herumzuraten."
Ohne es selbst zu merken, hatte er sich von seinem Platz erhoben und die Hände zu Fäusten geballt.

Bild des Benutzers TheTwixer

Ian

"Bryan hat Recht", stimmte Tala zu. "Wir müssen rausfinden, was er vorhat."

Ian nickte. "Viel ist es nicht, was ich weiß", gab er zu, "aber ich hatte bis vor Kurzem noch Kontakt zu einem der Blader in der Abtei. Er glaubt nicht, das Boris sein Ziel aufgegeben hat. Es ging aber das Gerücht um, dass sie eine professionelle Vereinigung etablieren wollen und zwar weltweit." Ian warf einen flüchtigen Blick in Spencers Richtung. "Aber das wäre dann fast wieder dasselbe in Grün."

"Du irrst dich", mischte Tala sich ein, "es macht einen gewaltigen Unterschied. Mit einer professionellen Vereinigung könnten sie problemlos haufenweise neue Talente aufziehen - und zwar legal. Das würde ihnen mehr Möglichkeiten eröffnen, als sie bisher hatten."
Tala verschränkte die Arme vor der Brust und sein Blick verfinsterte sich. Er hoffte inständig, dass er sich in diesem Punkt irren würde.

Nachdenklich zog Ian eine Augenbraue hoch. "Aber das sind alles bloß Spekulationen", warf er ein.
"Ja. Deswegen werden wir rausfinden, was er wirklich vorhat", bestimmte Tala. "Ihr steuert die Beybladezentren in der Umgebung an und hört euch um. Vielleicht findet ihr dort was raus. Wenn Boris schon eine Weile hier ist, muss irgendjemand etwas wissen."
"Und du?", fragte Ian.
"Ich rede mit Kai", antwortete Tala knapp. "Oder möchte das einer von euch erledigen?"
Er unterdrückte ein Grinsen, als sein Blick direkt auf Bryan fiel.

Bild des Benutzers TheTwixer

Bryan

Unwillkürlich verzog er das Gesicht, als Kais Name fiel. Er erinnerte sich noch lebhaft an das letzte Mal, als er das fragwürdige Vergnügen gehabt hatte ihm als Boxsack zu dienen.
"Verzichte freiwillig", meinte er und versenkte die Hände in den Hosentaschen. "Gebt mir fünf Minuten und ihr habt eine Liste mit allen Beybladezentren von Tokyo inklusive Lageplan und wie sie der Reihe nach am schnellsten abzuklappern sind. Außer ihr wollt euch gleich ganz Japan vornehmen."
Das würde dann allerdings länger dauern. Nicht unbedingt die Suche danach, aber überall vorbei zu schauen. Bryan ging allerdings nicht davon aus, dass das nötig wäre, denn wenn in Tokyo niemand etwas wusste ...

"Kannst du dich von hier aus irgendwie mit deiner Quelle in der Abtei in Verbindung setze?", wollte Spencer an Ian gewandt wissen. "Es könnte nützlich sein."

Bild des Benutzers TheTwixer

Ian

"Ehrlichgesagt... nein", antwortete Ian und zuckte mit den Achseln.
Die unangenehmen Blicke, die auf ihm ruhten verrieten ihm, dass sich der Rest der Demolition Boys mit einem einfachen nein nicht zufriedengeben würde.
"Ich hab in einer der abgelegeneren Metrostationen in Moskau ein paar Jungs bladen sehen. Einer davon kam mir bekannt vor. Stellte sich raus, das er im Gegensatz zu uns noch immer in der Abtei ist. Er meinte, er mischt sich in die Sachen dort nicht ein, solange er ein Dach über dem Kopf und Essen auf dem Tisch hat."

"Komm zum Punkt", drängte Tala genervt.

Ian warf ihm einen missbilligenden Blick zu, ehe er fortfuhr: "Jedenfalls hab ich ihn ein paar mal dort aufgesucht und mich mit ihm unterhalten. Gegen eine kleine Gefälligkeit war er sogar bereit, sich ein bisschen umzuhören. Ich bezweifle aber das er mehr weiß, als er mir gesagt hat. Davon abgesehen kann ich mich nur mit ihm in Verbindung setzen, wenn ich zurück in den Flieger steige."

Spencer sah aus, als hielte er einen Rückflug für eine gute Idee.

Tala rollte die Augen. "Bryan, du leitest alles, bis ich wieder da bin. Wenn ihr die Liste habt, verschwendet keine Zeit - und Ian, du kümmerst dich um ein neues Zimmer. Wir bleiben in Japan. Alle vier." Mit diesen Worten verschwand Tala aus dem Hotelzimmer.

Bild des Benutzers TheTwixer

Bryan

Einen kurzen Augenblick sah er Tala hinterher, dann zuckte er die Schultern und ein breites Grinsen wanderte auf sein Gesicht. "Sieht so aus, als wär ich jetzt der Boss", feixte er. Spencer verdrehte bei diesen Worten nur die Augen.
Ohne sich darum zu kümmern, griff Bryan nach seiner Reisetasche und warf kurzerhand alles, das er hinein gepackt hatte, wieder raus, bis er - natürlich ganz am Boden, wo denn auch sonst? - ein kleines Notebook fand.

Es dauerte im Endeffekt sechs Minuten, bis er alle Beybladezentren der Stadt beisammen hatte, aber wen kümmerte das schon? Dafür müssten sie nicht fünf Mal quer durch die Stadt, wenn sie sich an die Reihenfolge hielten.
"Wenn wir uns aufteilen, sind wir schneller", bemerkte er unnötigerweise. Sein Blick heftete sich auf Ian. "Spencer wird am unteren Ende der Liste anfangen, ich oben. Wenn du das mit dem Zimmer erledigt hast ..." Kurz zögerte er. " ... melde dich. Ich bin nicht sicher, ob wir heute noch fertig werden und ich hab da eine Idee."
Tokyo hatte mehr Beybladeanlaufstellen, als er gedacht hatte.
"Wenn ihr etwas raus findet, merkt euch, wer euch davon erzählt hat. Im Notfall schreibt es auf. Wenn euch Balkov unterkommt, verschwindet von dort. Vorerst."
Bevor sie sich mit dem beschäftigen konnten, brauchten sie einen Plan.

Bild des Benutzers TheTwixer

Ian

"Im Gegensatz zu dir hab ich das mit dem Zimmer in fünf Minuten erledigt", grinste Ian. "Ihr könntet also auch einfach kurz warten, Boss."
Ian betonte das Wort Boss besonders abfällig, ehe er einen kurzen zweifelnden Blick in Spencers Richtung warf.
Ungeduldig wartete er auf Bryans Antwort.

Bild des Benutzers TheTwixer

Bryan

Bryan hob eine Augenbraue, zuckte dann aber nur mit den Schultern. "Dann mach", forderte er ihn auf und verschränkte die Arme hinter dem Kopf. "Und wenn du schon zur Rezeption gehst, nimm die Zettel mit, die ich zum Drucker runter geschickt habe."

"Ich wusste nicht, dass wir von hier aus direkt etwas zum Drucker schicken können", meinte Spencer. Er behielt die beiden zur Sicherheit im Auge - man wusste ja nie, ob einem von ihnen nicht plötzlich einfallen würde, dass er den anderen gerade unbedingt umbringen wollte.

"Kann man normalerweise auch nicht", gab Bryan zurück.

Bild des Benutzers TheTwixer

Ian

Ian hasste Bryans arrogante Art manchmal. Er hoffte inständig, Tala würde sich beeilen, dabei war der noch keine zwei Minuten weg.

Bryans letzte Bemerkung überging er und machte sich stattdessen rasch auf den Weg zur Rezeption, um das mit den Zimmern zu klären und die Dokumente einzusammeln, die Bryan ausgedruckt hatte.

Keine fünf Minuten später stand er wieder im Hotelzimmer.
"Hier", meinte er knapp als er Bryan die Zettel übergab. "Wir können das Zimmer behalten. Ich hab noch eins dazugebucht. Uns stehen jetzt theoretisch fünf Betten zur Verfügung, Einzelzimmer waren nicht mehr frei."

Ungeduldig trat er von einem Bein aufs andere.

"Können wir jetzt los?"

Bild des Benutzers TheTwixer

Bryan

"Hast du vor Kai auch noch einzuladen, oder wen willst du da rein legen?", wollte er wissen, erhob sich von seinem Platz und nahm die Zettel entgegen. Er reichte Spencer den letzten, behielt den ersten für sich selbst und drückte den mittleren Ian in die Hand.
"Wir treffen uns hinter dem BBA-Hauptgebäude, wenn wir durch sind. Bei den kleinen Trainingsarenen." Das würde wohl jeder von ihnen finden.
"Bring irgendwas mit, mit dem wir notfalls 'ne Tür aufbekommen. Ohne sie wegzusprengen, wenn's geht."

Bild des Benutzers TheTwixer

Ian

Ian hatte sich für eine Sekunde gefreut, die neuen Minisprengsätze testen zu können, ehe sich die Enttäuschung mit Bryans letzten Worten auf seinem Gesicht breit machte.

"Das Notebook tut es wohl auch...", brummte er und packte es in den halboffenen Rucksack, der neben dem Bett stand und vermutlich Tala gehörte.

Gemeinsam verließen sie das Hotelzimmer und machten sich auf zu den Beybladezentren.

Bild des Benutzers TheTwixer

Tala

Tala wusste nicht genau, ob er Kai hier wirklich finden würde, er hatte da aber so eine Ahnung.
Eine alte verlassene Lagerhalle am Hafen, einige streunende Katzen und niemand, der ihn an so einem Ort vermuten würde - außer ihm?
Das passte zu Kai.

Tala lief zwischen zwei großen Holzkisten hindurch und rümpfte die Nase. Es stank nach Fisch. Wie hielt es Kai bloß immer an solchen Orten aus?
Einige Meter weiter hörte er leises rascheln und folgte den Geräuschen.

Er hatte ihn gefunden.

"Kai."

Bild des Benutzers TheTwixer

Kai

Das Beyblade vollführte eine scharfe Wendung, flitzte um eine leere Kiste herum. Vielleicht ein wenig zu knapp, denn wenn man genau hin sah, konnte man einen kleinen Brandfleck erkennen.
Ein leichter Luftzug brachte ihn dazu den Kopf zu drehen. Es war jemand hier... und es war nicht schwer zu erraten, wer. Als Tala ihn ansprach, ließ er das Blade in seine Hand zurück springen und steckte es weg. "Tala."
Sein Blick wanderte einen Moment über den Teamcaptain der Demlition Boys, aber es war schwer zu sagen was er hier wollte. Aber sein Auftauchen hatte bisher immer Ärger bedeutet. Unwahrscheinlich, dass es dieses Mal anders wäre.
"Was willst du hier?"

Bild des Benutzers TheTwixer

Tala

"Nicht länger bleiben als nötig", antwortete er trocken und rümpfte die Nase. "Lass und ein Stück gehen, ich muss mit dir etwas bereden."
Tala drehte sich zum Gehen um. Aus dem Augenwinkel beobachtete er, ob Kai ihm folgte.

"Es ist dringend", setzte er hinzu.

Bild des Benutzers TheTwixer

Kai

Kai zögerte nur einen Moment. Tala war nicht der Typ, der Drama um nichts machte, also war es wohl ernst.
Mit wenigen Schritten schloss er zu ihm auf, schenkte ihm einen kurzen Blick von der Seite, schwieg aber, so lange er nicht wusste worum es ging.

Bild des Benutzers TheTwixer

Tala

Sie liefen einige Meter schweigend zwischen Frachtkisten und hölzernen Stegen nebeneinander her. Kai schien abzuwarten.

Tala wusste nicht, wo er anfangen sollte.

"Er ist wieder da", konstatierte er schließlich wie aus heiterem Himmel. Ihm war klar, das Kai genau wusste, wen er meinte.

"Boris. Er ist in Japan. Wir haben nur noch keine Ahnung, warum. Ich hatte gehofft, du weißt mehr als wir."

Tala versuchte, Kai einzuschätzen und beobachtete seine Reaktion.

Bild des Benutzers TheTwixer

Kai

Boris also. Er hätte es sich denken sollen. Was sonst sollte Tala hierher bringen. Er zweifelte nicht an den Worten des anderen. Es gab Dinge, über die man keine Scherze machte und das hier gehörte eindeutig dazu.
"Was planst du?", fragte er daher. Seine Stimme blieb ruhig, verriet nichts von dem inneren Sturm, der in ihm tobte.
"Ich höre gerade zum ersten Mal davon", gab er dann zu, wenn auch ungern. "Mr. Dickenson hat ihn nicht erwähnt, als wir gestern gesprochen haben."
Entweder hatte dieser ihm mit dieser Information nicht getraut oder er wusste auch noch nichts davon. Was unwahrscheinlich war, denn Stanley Dickenson entging wenig.

Bild des Benutzers TheTwixer

Spencer

Es war spät geworden. Eigentlich hätte ihn das nicht gekümmert, aber es hatte bedeutet, dass die BBA-Leute nicht erfreut gewesen waren, wenn er zu ihnen hinein spaziert war, sie mit Fragen gelöchert hatte und verschwunden war ohne Geld dazulassen.
Sei es wie es sei.
Er war mit seinem Teil der Liste durch - zum Glück - und es sah nicht so aus, als wäre von den beiden anderen schon jemand am BBA-Hauptgebäude angekommen. Mit einem leisen Schnauben auf den Lippen ließ er sich auf eine Parkbank fallen, von der man die Outdoor-Trainingsfläche überblicken konnte.

Bild des Benutzers TheTwixer

Tala

"Planen?", wiederholte Tala überrascht, "ich wusste bis heute nicht einmal, dass es etwas zu planen gibt."

Er seufzte.

"Weiß ich eigentlich immer noch nicht. Bryan und die anderen beiden fragen sich gerade durch die Beybladezentren, vielleicht weiß dort jemand was. Boris wird nicht nach Japan kommen, um Urlaub zu machen."
Tala zuckte mit den Schultern.
Möglich war das natürlich, aber unwahrscheinlich. Sehr unwahrscheinlich.
"Ich weiß nur eins: ich will das du mitziehst. Sollten wir rausfinden was er vor hat, wird er sicher keinem von uns über den Weg trauen", sagte Tala und bezog sich auf die Demolition Boys.

Kai hatte vielleicht eine Chance.

Bild des Benutzers TheTwixer

Ian

Genervt kam Ian am BBA-Hauptgebäude an. Er sah sich kurz um und freute sich, dass er der erste war -
bis er Spencer auf einer Bank sitzen sah.

Mit schnellen Schritten lief er zu ihm und ließ sich neben ihn auf die Bank fallen.

"Und, hattest du Erfolg?"

Bild des Benutzers Bäumchen

Kai 

"Und ich dachte du hast immer einen Boris-Notfallplan in der Hinterhand." Der Spott in seiner Stimme war nur halb Ernst gemeint, mehr eine alte Angewohnheit. 

Er glaubte nicht daran, dass die restlichen Demolition Boys Erfolg haben würden. Der Alte war zu vorsichtig, um Spuren zu hinterlassen. Zumindest wenn er mit einer Einmischung rechnete. Aber tat er das? 

Bei Talas Worten richtete er unwillkürlich den Blick auf diesen. "Du bittest mich um Hilfe", stellte er fest. "Ich kann mich nicht erinnern dir einen Gefallen zu schulden." 

Abhängig von Boris' Plänen würden sie vermutlich trotzdem auf der gleichen Seite landen, aber es war unnötig ihm das auf die Nase zu binden. Oder sich mit Versprechen an einander zu ketten.

Bild des Benutzers Bäumchen

Spencer 

"Hm?" 

Er drehte den Kopf in Ians Richtung, rutschte ein wenig zur Seite, um ihm mehr Platz zu lassen und verschränkte dann die Arme vor der Brust. 

"Keine Spur von dem Alten. Oder zumindest will keiner darüber reden. Sind alle schwer damit beschäftigt ihre Shops umzudekorieren. Wahrscheinlich irgendeine neue BBA-Vorschrift." 

Er runzelte die Stirn. "Und bei dir?" 

Bild des Benutzers TheTwixer

Tala

Würde Tala nicht damit rechnen, dass er Kai früher oder später noch brauchte, hätte er ihm spätestens jetzt mit der Faust eine verpasst. Verdient hätte er es jedenfalls.

"Nein, du bist mir nichts schuldig", stellte Tala fest. "Und, nein, ich hab auch keinen Notfallplan. Ehrlichgesagt hatte ich gehofft, Boris würde einfach in der Abtei verrotten", knurrte er und ballte die Hände zu Fäusten.

Seine Fingernägel bohrten sich ins Fleisch und der Schmerz erinnerte ihn daran, dass er die Beherrschung nicht verlieren durfte. Tala versuchte sich daran zu erinnern, das nicht Kai der Feind war, ehe er fortfuhr. "Wenn du auch nichts weißt, dann verschwenden wir hier nur unsere Zeit. Wir sollten den alten Dickenson mal zur Rede zu stellen."

Bild des Benutzers TheTwixer

Ian

Ian zuckte mit den Schultern. "Ging mir ähnlich", antwortete er. Es war nicht so, als hätten sich die Angestellten in den Beybladezentren mehr gefreut, nur weil er sie mit einem Besuch beehrte und unbequeme Fragen stellte.

"Das war reine Zeitverschwendung", stöhnte Ian, ehe ihm etwas einfiel. "In einem der Zentren hab ich einen Typen gesehen, der sehr interessiert an meinem Gespräch mit dem Angestellten war. Zumindest hat er ständig versucht, unauffällig rüber zu sehen."

Leider war er plötzlich verschwunden, als Ian das Gespräch mit dem Angestellten hastig beendet hatte, um ihn zur Rede zu stellen.

"Er hatte lange graue Haare und einen Zopf", erinnerte sich Ian.

Bild des Benutzers Bäumchen

Kai

Er musterte den anderen von der Seite her. Tala war gereizter, als er erwartet hatte. Kurz überlegte er noch einmal nachzutreten, aber diese Sache mit Boris ... So lange sie nichts wussten was vor sich ging, sollte er es nicht auf die leichte Schulter nehmen. Tala konnte er auch später noch zum Teufel schicken.

"Ein Treffen bei Dickenson kann ich organisieren."

Es war zwar schon relativ spät, aber Dickenson saß immer lange im Büro. Und "ein Treffen organisieren" hieß in diesem Fall, dass sie an seiner Sekretärin vorbei marschieren und ihn zur Rede stellen würden.

"Schlag keine Wurzeln."

Eine knappe Viertelstunde später zückte Kai eine Schlüsselkarte, um sich durch eine der Seitentüren zum BBA-Gebäude Zutritt zu verschaffen. Sein Blick heftete sich auf Tala.

"Letzte CHance das Ganze abzublasen."

Bild des Benutzers Bäumchen

Spencer

"Vielleicht weiß Tala damit etwas anfzufangen", bemerkte Spencer. "Könnte einer von Boris' Leuten sein." Oder überhaupt nichts mit der Sache zu tun haben. Vielleicht waren sie zu paranoid, um den Unterschied zu sehen.

Wenn man den Zeitaufwand bedachte, hatten sie erbärmlich wenige Informationen erhalten.

Bryan

"Ihr seht aus wie bestellt und nicht abgeholt", bemerkte Bryan, als er seine Teamkollegen entdeckte. Er blieb vor der Bank stehen und musterte die beiden einen Moment, ließ den Blick dann zum BBA-Hauptgebäude schweifen.

"Und so wie ihr ausseht, habt ihr auch nichts erfahren", fügte er hinzu. "Wird Zeit ... alternative Methoden aufzufahren."

Man schenkte ihnen wenig Beachtung und das sollte auch so bleiben. "Um die Ecke ist eine gesicherte Tür, die in den Keller führt", fügte er hinzu und sein Blick wanderte zu Ian.

Bild des Benutzers TheTwixer

Tala

Tala war angespannt und Kais Kommentare halfen nicht besonders. 

"Mach auf", sagte Tala. Er wollte einfach nur rausfinden, was mit Boris war. Wenn bei dem Gespräch mit Dickenson auch nichts raus kam, hoffte er inständig, das zumindest Bryan und die anderen Erfolg hatten.

Bild des Benutzers TheTwixer

Ian

"Und so wie du aussiehst, willst du, dass ich die Tür aufbreche", stellte Ian fest. "Daher das Notebook." Er musste keine Bestätigung von Bryan abwarten, um zu wissen, das er recht hatte.

"Haltet Ausschau, ob jemand kommt." Ian ging um die Ecke und schloss ein Datenübertragungskabel an die Kartenvorrichtung an. Es brauchte eine Weile, bis er sich ins System gehackt hatte und Mithilfe eines Programms den Code knacken konnte. Als ihm angezeigt wurde, dass die Tür geöffnet war, grinste er überlegen. "Da muss schon etwas Besseres kommen, als ein lahmes Chipkartensystem", murmelte Ian. Er klemmte den Rucksack in die offene Tür und ging um die Ecke, um die anderen beiden zu sich zu winken.

Seiten