Demolition Boys

RPG

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Er zog die Schlüsselkarte durch das Lesegerät und mit einem leisen Klick öffnete sich die Tür. Ein kurzer Gang dahinter führte ins Treppenhaus. Ohne sich nach seinem Begleiter umzudrehen, begann er die Stufen nach oben zu eilen. Den Weg kannte er inzwischen ohnehin schon im Schlaf.

Drei Stockwerke weiter oben zog er die Tür auf, die aus dem Treppenhaus hinaus führte. Obwohl es spät war, waren noch einige Menschen hier, doch Kai schenkte ihnen keine Beachtung. Am anderen Ende des Raumes saß Dickensons persönliche Sekretärin und er spürte, wie sich ihr Blick auf ihn heftete.

Der Raum war mit wenigen Schritten durchquert und Kai öffnete die Tür zu Mr. Dickensons Büro. Gerade weit genug, sodass sie hindurch schlüpfen könnten.
Der Chef der BBA saß hinter seinem Schreibtisch und man sah ihm an, dass er zu wenig geschlafen hatte. Ein Zeichen, dass Boris in der Gegend war? Schwer zu sagen.

"Wir müssen reden", stellte er fest, blieb an der Wand neben der Tür stehen und verschränkte die Arme vor der Brust.

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Manchmal war der Giftzwerg ja doch ganz clever! Bryans Augen huschten über die Umgebung, während Ian sich an der Tür zu schaffen machte. Glücklicherweise war kaum etwas los und Ian brauchte nicht lange, um das Schloss auszutricksen.

"Mal schauen, wo wir hier sind ...", murmelte er, als sie sich an der Tür versammelten und nacheinander eintraten. Vermutlich ein Eingang für Lieferanten? Er war nicht ganz sicher. Egal, sie konnten nicht hier stehen bleiben und um an Informationen zu kommen, brauchten sie Zugriff auf das interne Netzwerk. Hatte die BBA einen eigenen Serverraum? Vielleicht hätte er sich darüber vorher Gedanken machen sollen. Aber wenn sie einen hatten, dann vermutlich im Keller.

"Keller?", schlug er darum vor. Vielleicht doch nicht optimal, dass ihm Tala das Kommando überlassen hatte.

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Tala

"Wir alle."

Tala trat dicht hinter Kai durch die Tür und lehnte sich neben ihn an die Wand. Für den Bruchteil einer Sekunde konnte er beobachten, wie Mr. Dickenson die Gesichtszüge entgleisten. Tala bezweifelte, dass es an Kais Anwesenheit lag. Mr. Dickenson räuspert sich. "Wie kann ich euch helfen?", fragte er freundlich.

"Boris hat die Abtei in Moskau geschlossen und treibt sich jetzt in Japan herum", sagte Tala. "Wir wollen wissen, was er hier treibt."

Der Präsident der BBA rieb sich die Hände. "Nun... Ich befürchte, dass ich euch da leider nicht-"

"Sparen Sie sich die Ausreden!", fuhr Tala wütend dazwischen. "Sie wissen Bescheid. Spucken Sie es schon aus!"

Es gab wenige Dinge, die Tala dazu trieben, seine Beherrschung zu verlieren -

Boris Balkov zählte definitiv dazu.

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Ian

Zweifelnd sah Ian zu Bryan. Er sah nicht so aus, als hätte er tatsächlich einen Plan.

Nach einem kurzen Rundumblick durch den schwach beleuchteten Raum zuckte Ian mit den Schultern. "Keller wäre ein Anfang." Zumindest besser, als direkt zu den Büros zu laufen und erwischt zu werden. Innerlich verfluchte er Tala dafür, dass er Bryan das Kommando übertragen hatte.

Gemeinsam durchquerten die drei den Raum und gelangten über das Treppenhaus in den Keller. Begegnet war ihnen glücklicherweise niemand, doch so spät waren die meisten der Mitarbeiter ohnehin bereits im wohlverdienten Feierabend.

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Bryan 

Ian sah zwar nicht begeistert aus, aber eine bessere Idee hatte er scheinbar auch nicht – und Spencers Mangel an Widerspruch fasste er als Zustimmung auf. Eine Treppe nach unten war schnell gefunden. Kurz überlegte er das Licht anzumachen, verwarf den Gedanken aber wieder. Da könnte er gleich eine Durchsage machen lassen. 

Es war nur eine Treppe. In einen verfluchten Keller. Kein Grund hier Wurzeln zu schlagen, oder? 

Bryan zwang sich durchzuatmen, dennoch zitterte seine Hand leicht, als er sie auf das Geländer legte. Er ignorierte es und auf halbem Weg nach unten bemerkte er es nicht einmal mehr. 
Der Keller war nicht so dunkel wie er erwartet hatte. Fluchtwegbeleuchtung an den Wänden tauchte den Gang in ein grünliches Licht und erleichterte ihnen die Orientierung. 

Zu beiden Seiten befanden sich Türen und von Beschriftungen fehlte (natürlich) jede Spur. Dafür waren sie nur mit Vorhängeschlössern gesichert. Sogar er selbst könnte die knacken. 

"Macht die Schlösser auf, wir brauchen Zugang zum Netzwerk. Ich seh' mich um, ob hier unten noch jemand ist." 

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Kai 

Vielleicht hätte er lieber alleine kommen sollen. Tala machte Menschen nervös. Vor allem, wenn er gereizt genug war, um es zu zeigen. 

"Balkov ist gefährlich", fügte Kai hinzu. "Wenn er hier ist, müssen wir das wissen." 

Mr. Dickenson zupfte ein Taschentuch aus der Brusttasche und wischte sich damit den Schweiß von der Stirn, sah ein paar Mal zwischen ihm und Tala hin und her und seufzte dann. 

"Boris Balkov ist ein sehr einflussreicher Mann", sagte er, als ob das irgendetwas ändern würde. Boris hatte immer schon ein Talent dafür gehabt sich mit den Großen und Mächtigen gut zu stellen und daraus seine Vorteile zu ziehen. 

"Er war hier. Vor Kurzem erst. Er will das Beybladen zum Profisport machen und hat um die Unterstützung der BBA gebeten." 

Kai hob eine Augenbraue und warf einen kurzen Seitenblick in Talas Richtung. "Und weiter?"

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Tala

Der Alte redete schneller, als Tala dachte. Dickenson war ein ziemliches Opfer, wenn er bei jedem so schnell auspackte, der ihn schief ansah - und Tala wurde noch nicht einmal handgreiflich.

"Sie haben hoffentlich abgelehnt", schnaubte Tala.

"Natürlich habe ich nein gesagt", antwortete Mr. Dickenson entrüstet. "Leider befürchte ich, dass Boris sich davon nicht abhalten lässt."

Ein kurzer Blick zu Kai verriet Tala, dass er das selbe dachte. "Wissen Sie, wo Boris sich gerade befindet?"

 

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Ian

Ian bemerkte, das Bryan zögerte, als sie die Treppe hinunter gestiegen waren. Es war nicht das erste Mal, das ihm aufgefallen war, wie Bryan sich sonderbar benahm. Woran es lag, konnte Ian jedoch nicht sicher sagen.

Als Bryan weg war, kramte Ian in dem Rucksack nach etwas, womit er das Vorhängeschloss öffnen konnte.

"Weißt du, was mit Bryan los ist?", fragte Ian beiläufig und warf einen kurzen Seitenblick auf Spencer.

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"Machst du dir Sorgen dass er etwas Dummes macht?" 
Das hieß, etwas noch Dümmeres, als bei der BBA einzusteigen und ihre Daten zu klauen. Das fiel ja scheinbar unter alltäglichen Wahnsinn. 

"Wir haben ein Problem, das sich nicht lösen lässt, indem er sich Kopf voran in einen Kampf stürzt und es vernichtet. Und es geht um Boris." 

Bryan glich ohnehin einem Pulverfass, das man neben einem Lagerfeuer platziert hatte, auch ohne Boris. 

Inzwischen hatte er seinen Schlüsselbund gefunden – der Begriff war eine Übertreibung, da nur zwei Schlüssel daran hingen – und klippte seine Einbrechergrundausrüstung davon herunter: Spanner und einen Pick. Hatte er von denen nicht mal mehr gehabt? 

"Und sein Auftauchen lässt keinen von uns kalt." Er warf Ian noch einen Blick zu, bevor er sich am ersten Schloss zu schaffen machte. "Wenn wir Pech haben verwandelt uns Tala in Eisskulpturen." Vor allem wenn Kai Probleme machte. Und wann tat der das nicht?

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"Boris hat sich mit einem einfachen Nein zufrieden gegeben?" Das klang nicht nach ihm. Außer er hatte noch ein Ass im Ärmel. Was er vermutlich auch hatte. 

"Ich weiß nicht wo er ist", sagte Mr. Dickenson. Er erhob sich von seinem Stuhl, zögerte dann kurz und trat dann zum Fenster, um nach draußen zu sehen. 

"Und ich fürchte nicht jeder in der BBA teilt meine Vorbehalte. Die Idee einer Profiliga wurde nie aktiv verfolgt, was manchen Leuten sauer aufstößt", fügte er dann hinzu. 

Großartig. Noch mehr Probleme.  

"Das heißt er hat sich schon Freunde gemacht." Freunde mit Einfluss und Insiderwissen. 

"Ich fürchte euch zu bitten nichts Dummes zu tun …" Mr. Dickenson beendete den Satz nicht, sondern seufzte und starrte weiterhin aus dem Fenster.

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Tala

Tala konnte nicht mehr hören, was Mr. Dickenson sagen wollte, denn er war bereits zur Tür hinaus gestürmt. Die Ungewissheit nagte an ihm. Er tappte nicht gern im Dunkeln.

Wenn es stimmte, was der Alte gesagt hatte, dann würde es nicht mehr lange dauern, bis sie in ernsthaften Schwierigkeiten waren.

"Ich muss zurück zu den anderen. Wir brauchen einen Plan - Boris muss gestoppt werden!" Kai war direkt hinter ihm, als er unerwartet stehen blieb und sich umdrehte. "Was hast du vor, Kai?"

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Ian

Spencer löste das Problem mit dem Vorhängeschloss und Ian brauchte nicht weiter in seinem Rucksack nach etwas zu kramen, das ihnen helfen konnte.

"Beeilen wir uns lieber", sagte Ian und öffnete die Tür. Er betrat den dahinter liegenden Serverraum. Ihm wurde sofort warm und Staub wirbelte durch die Luft.

"Bevor unser Pulverfass in die Luft fliegt." Ian suchte nach einer Schnittstelle und schloss das Notebook an. Er hackte sich in den Server der BBA. 

"Zum Glück ist das nicht BioVolt", murmelte Ian. Sonst wäre es nicht so einfach, an die Daten zu kommen. Nach wenigen Minuten hatte er gefunden, was er suchte. Überrascht starrte er auf den Bildschirm.

"Das kann nicht sein..."

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Kai

Nur seine guten Reflexe verhinderten, dass er in Tala krachte, als sich dieser plözlich umdrehte. Hm. Gute Frage, was hatte er jetzt vor?

"Ich werde mich umhören wie groß Boris' Einfluss innerhalb der BBA ist", meinte er dann. Er hatte auch schon eine Idee wo er da ansetzen konnte, denn dass nicht jeder von Dickenson und seiner Führung begeistert war, war ein offenes Geheimnis.

"Du kannst dich melden, wenn du einen Plan hast. Aber erwarte nicht, dass ich dir wie ein Hund folge."

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Spencer

Ian war schneller an den Daten der BBA, als er gedacht hatte. Spencer trat näher, wollte ihm über die Schulter lugen, als er etwas gefunden habe, aber Stimmen von draußen ließen ihn inne halten.

"Verflucht", zischte er, "wir müssen hier weg, beeil dich."

Er lugte durch den schmalen Türspalt, den sie offen gelassen hatten, konnte aber nichts erkennen. Dafür konnte er die Stimmen jetzt besser verstehen.
"Hast du das gehört?", fragte die eine.
"Wahrscheinlich wieder Ratten", sagte die andere.
Dann ein Scheppern von weiter weg.

"Ratten, eh?", sagte die erste Stimme. Schritte entfernten sich.

Jetzt oder nie. Spencer schob die Tür auf und sah die beiden Sicherheitsmänner gerade noch um die nächste Ecke biegen. Er bedeutete Ian sich zu beeilen und fluchte innerlich über das Klicken des Schlosses, als er es wieder an die Tür hängte.

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Tala

"Du solltest nicht erwarten, dass ich dich über jeden Schritt informiere." Beiden war klar, dass sie sich gegenseitig nur benutzten. Das Gute daran war, dass keiner von ihnen hinterher weinen würde, weil er nur benutzt wurde. Ihr gemeinsamer Weg endete spätestens, wenn Boris zu Fall gebracht war.

Als Tala ging, wusste er, dass sie sich bald wieder sehen würden. Jetzt musste er aber zurück zu den anderen - er hoffte, dass sie ebenfalls etwas Nützliches rausfinden konnten. Boris' Aufenthaltsort zum Beispiel.

Eine halbe Stunde später betrat er das Hotelzimmer. Niemand war hier - das bedeutete, sie machten ihre Sache gründlich.

"Oder Bryan hatte mal wieder eine ganz tolle Idee...", murmelte er kopfschüttelnd und setzte sich auf sein Bett.

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Ian

Ian hatte sich beeilt, noch eine Kopie der gefundenen Datei zu machen und raffte alles zusammen, als sie die Stimmen gehört hatten. Als der Serverraum wieder verschlossen war, schlichen sich die beiden unauffällig nach draußen.

Sie gingen einige Meter vom Gebäude weg, um nicht aufzufallen und warteten darauf, dass Bryan auftauchte. Es dauerte nicht lange, bis er zu ihnen stieß. Er wirkte abgehetzt.

"Hast du den Krach da drinnen gemacht?", fragte Ian neugierig.

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Bryan

"Was hat da so lange gedauert?"
Ein schiefes Grinsen lag auf seinem Gesicht und er ignorierte Ians Frage. Es war ohnehin selbsterklärend.

"Ich hoffe ihr habt etwas gefunden", fügte er dann noch hinzu, verschränkte die Arme hinter dem Kopf und machte sich auf den Weg zurück ins Hotel. Inzwischen würde Tala hoffentlich mit Kai fertig sein und sie sollten ihren Teamleader nicht unnötig warten lassen.

Und tatsächlich war Tala schon da, als sie im Zimmer ankamen. Bryan ließ sich auf sein Bett fallen und richtete den Blick auf Tala. "Erfolg gehabt mit Kai?"

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Kai

Er sah Tala hinterher, als er verschwand. Das hier drohte außer Kontrolle zu geraten und das gefiel ihm nicht. Es hatte wenig Sinn sich auf Talas Team zu verlassen, wenn es darum ging an Informationen zu kommen. Zeit, um sich an die Arbeit zu machen.

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Tala

Talas finsterer Blick, als er Kais Namen erwähnte, war selbsterklärend.

"Mehr oder weniger", antwortete er knapp. "Der alte Dickenson hat bestätigt, was wir befürchtet haben: Boris will eine Profiliga auf die Beine stellen. Er wollte die Unterstützung der BBA, aber Dickenson hat abgelehnt..."

 

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Ian

Ian hatte die Arme vor der Brust verschränkt und lehnte an der Tür. Er hörte Tala aufmerksam zu.

"Dasselbe haben wir auch herausgefunden", bestätigte Ian. "In einer der privaten E-Mails an Dickenson hat ihn ein Funktionär davor gewarnt, das Boris sich mit denen gut stellt, die eine Profiliga befürworten. In der E-Mail fiel der Name Siebald."

Tala zog eine Augenbraue hoch. "Private E-Mails?"

"Vielleicht haben wir uns bei der BBA eingeschlichen und den Privatserver gehacked", antwortete Ian zögerlich.

Vorwurfsvoll sah Tala zu Bryan. "Ich hab dir nicht die Leitung übertragen, damit ihr bei der BBA einsteigt und Daten stehlt." Ian beschloss, still zu sein.

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Bryan

"Wo ist das Problem? Keiner wird es bemerken, wir sind keine Stümper."

Er hatte zwar gehofft, dass sie mit Informationen aufwarten konnten, die Tala noch nicht hatte, aber in dem Fall war der Erfolg eher mäßig.

"Immerhin haben wir einen Namen." Mist. Er griff hier nach Strohhalmen und es war für jeden offensichtlich. Dieser Tag ging ihm schön langsam an die Nerven. Und wie hätte er wissen sollen, dass Kai und Tala direkt bei Dickenson aufschlagen würden?

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Tala

Tala Widerstand dem Drang, mit der Hand gegen die Stirn zu schlagen - völlig egal ob seine oder Bryans.

"Wär nicht das erste Mal gewesen, das bei einem deiner grandiosen Pläne etwas schief läuft." Tala erinnerte sich an Bryans missglückten Versuch, einige Akten aus Boris Büro zu stehlen.

Und das war nur einer der Gründe, wieso er Teamleader war.

Tala atmete tief ein und aus, bevor er sich wieder Ian zuwendete. "Siebald, hast du gesagt?" Der Name sagte ihm etwas.

"Jap", bestätigte Ian. "Keine Ahnung, wer das sein soll." Er kramte vorsorglich das Notebook aus de Rucksack, im Zweifel wusste zumindest Dr. Google, wer dieser Siebald war.

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Glücklicherweise machte Bryan nur noch eine wegwerfende Handbewegung und ließ das Thema auf sich beruhen. Sie hatten ohnehin wichtigere Sorgen.

"Es gibt eine Rennfahrerin mit dem Namen", meinte er. "Sie ist gut, aber skrupellos."

Was die allerdings mit Boris zu schaffen haben könnte, war ihm ein Rätsel. Für Rennsport hatte der Alte bisher noch kein Interesse gezeigt.

"Vielleicht finden wir anhand der Mails mehr über diese Person raus."

Und dann konnten sie ihre Nachforschungen intensivieren. Blieb nur zu hoffen, dass keiner seiner Teamkollegen auf die geniale Idee kam erweiterte Verhörmethoden anzuwenden.

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Ian

Ian schaltete das Notebook an und ließ ein Suchprogramm über die E-Mails laufen. Es dauerte einige Minuten, doch am Ende gab es drei Treffer.

"Nichts", brummte Ian, nachdem er die Texte überflogen hatte. "Nur ein paar langweilige Einladungen zu Benefitzveranstaltungen, die von irgendeinem Siebald ausgerichtet wurden."

"Klingt teuer", sagte Tala.

"Der Typ scheint Geld wie Heu zu haben", stimmte Ian zu. Das brachte sie jedoch nicht weiter. Zeit für das Wundermittel Internet. Ian suchte nach dem Namen Siebald. 

58.371 Treffer.

Jesse Siebald, Todd Siebald, Kylie Siebald... Es gab Unmengen Leute, die den Namen Siebald trugen. Soweit Ian das beurteilen konnte, hatten sie alle eines gemeinsam: einen Weltmeistertitel in ihrer Sportart. Jesse war Weltmeiser im Baseball, Todd im Fußball.

"Gibt es einen Siebald, der Weltmeister im Bladen wurde?", fragte Tala. Ian überprüfte das kurz, schüttelte aber den Kopf, während er nach unten scrollte.

"Moment", sagte er plötzlich und klickte auf das Foto eines Jungen. "Den kenne ich. Er hat in einem der Beyzentren mein Gespräch belauscht und ist abgehauen!"

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Spencer 

"Das war der Typ?" 
Garland Siebald, sagte die Bildunterschrift. "Nie gehört." 
Und Spencer wagte von sich zu behaupten, dass er fast alle wichtigen Namen im Beybladesport kannte. 

"Wenn er Weltmeister werden will, hat ihn Boris damit geködert", meldete sich Bryan zu Wort. Er hatte sich nicht die Mühe gemacht von seinem Bett aufzustehen. Es war unnötig zu erwähnen wie überzeugend Boris sein konnte. "Passt doch zu der ganzen Profiliga-Kiste." 

Spencer nickte. Und wenn sie recht hatten … dann wusste dieser Garland vielleicht mehr. 

"Ich schätze, ich weiß was wir morgen machen."

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Tala

Tala nickte und unterdrückte ein Gähnen. "Lasst uns für heute Schluss machen. Wir können uns mrgen um diesen Garland kümmern." Jetzt wollte er nur noch schlafen.

Eine Viertel Stunde später lag Tala in seinem Bett und dachte über alles nach, was sie rausgefunden hatten. Es dauerte nicht lange, bis ihn der Schlaf einholte.

Morgen war auch noch ein Tag.

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Bryan

Das Schlimmste frühmorgens waren die zwitschernden Vögel, die einen furchtbaren Krach machten und einen aus dem Schlaf rissen, noch bevor der Wecker dazu gelegenheit hatte. In der ABtei hatten die Tage früh begonnen, aber das hieß nicht, dass man sich daran gewöhnte. Auch wenn ein Teil seiner Teamkollegen früh aufstehen immer noch für ein Zeichen außerordentlicher Produktivität hielt.

Spencer zum Beispiel, der für diesen Morgen bereits Frühstück organisiert hatte, damit sie sich nicht unnötig aus dem Zimmer quälen mussten.
Das war ein Aspekt an Frühaufstehern, an den er sich gewöhnen könnte. Allerdings bekam er zum Frühstück gleich gratis den Laptop dazu überreicht.

"Such", sagte Spencer und grinste über seine KAffetasse hinweg. Bryan gab keine Antwort. Es war zu früh für den Scheiß. Es war auch zu früh, um sich durch's Internet zu wühlen. Er war gut Leute zu finden. Meistens zumindest. Aber nicht vor dem ersten Kaffee!

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Ian

Verschlafen kam Ian in aus dem Nebenzimmer. Nachdem Spencer es nicht geschafft hatte, ihr Frühstück geräuschlos zu organisieren - oder war es das Zimmermädchen? - war er aufgewacht und beschloss, sich für den Tag fertig zu machen. Er könnte schwören, dass dieser genauso lang werden würde, wie der gestrige. Sobald die ganze Sache vorbei war, würde Ian eine Woche lang jeden Tag ausschlafen.

Schmunzelnd beobachtete er Spencer, der Bryan den Laptop vor die Nase hielt. Die Begeisterung darüber konnte man im ganzen Raum spüren.

"Ich nehme an, Tala braucht seine fünf Minuten für sich?", fragte Ian, als er einen Blick zu dessen Bett geworfen hatte und ihn auch sonst nirgends im Zimmer entdecken konnte.

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Tala

Ians Frage erübrigte sich, als Tala kurz darauf den Raum betrat.

Er hatte nicht sonderlich gut geschlafen und war früh aufgewacht. Seine Augenringe machten dies mehr als deutlich.

"Du hast schon besser ausgesehen", bemerkte Ian, wofür er einen finsteren Blick kassierte.

"Und du hast schon schlechter ausgesehen", antwortete Tala trocken. Er goss sich eine Tasse Kaffee ein, in der Hoffnung, es würde Wunder gegen die kurze Nacht helfen.

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Spencer

Es war wunderbar, wenn die Stimmung schon zu dieser Zeit im Keller war. Man konnte sich nichts besseres wünschen. Vielleicht hätte er mehr Kaffee mitbringen sollen.

Es dauerte ein paar Minuten, bevor ihm Bryan den Laptop wieder reichte. Seinem Gesichtsausdruck nach zu schließen, konnte man froh sein, dass er ihn nicht quer durch den Raum gepfeffert hatte.

"Was ist das?", fragte er und starrte den Bildschirm an.
"Telefonortung", antwortete Bryan, der sich wieder auf sein Bett hatte fallen lassen. "Der Idiot steht im Telefonbuch." Und dann war es einfach. "Wir könnten ihn vom Klo entführen", schlug er vor und Spencer war nicht sicher wie viel Scherz und wie viel Ernst darin lag.

"Wir könnten auch ein normales Gespräch mit ihm führen."

War er eigentlich der Einzige, der das in Erwägung zog?

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