Demolition Boys

RPG

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Ian

Ian hatte seine Zweifel, ob Garland normal mit ihnen Rede würde. Spontan tippte er auf nein, was aber nicht hieß, dass er sich nicht irren konnte.

"Also gehen wir einfach da hin, laden uns selbst auf einen Tee ein und plaudern ein bisschen mit ihm?" Überzeugt war Ian vom der Idee noch nicht.

"Wir finden schon einen Weg", warf Tala ein. "Aber erst einmal sollten wie es mit dem versuchen, was wir haben. Bryan hat eine Adresse rausgefunden, dann lasst uns dort anfangen!"

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Bryan

"Dann mal los", meinte Bryan und stand auf. Inzwischen war er wach genug dafür. Er angelte sich den Laptop zurück, suchte die bequemste Route zu der Adresse heraus und schickte den Plan an den Drucker an der Rezeption. Das würde die Sache dann doch einfacher machen.

Dann zögerte er.

"Sicherheitshalber sollten wir den vielleicht trotzdem mitnehmen." Man wusste ja nie welche Werkzeuge man spontan brauchte. Ob Ian wohl seine Sprengsätze mit sich herumschleppte? Bryan wollte nicht fragen, nachdem Tala gestern schon von ihrem Hackangriff nicht begeistert gewesen war, aber er hoffte, dass der Knirps einen vielsagenden Blick verstand.

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Ian

Bryan warf ihm einen Blick zu, den er nicht deuten konnte. 

Ian packte das Notebook schnell in den Rucksack, bevor sie zu der Adresse aufbrachen.

Dort angekommen standen sie vor einem riesigen Hotel.

"Er hat wohl wirklich Kohle", bemerkte Ian beeindruckt. Tala nickte knapp und sah sich zu allen Seiten um. "Spencer, du gehst rein und versuchst an der Rezeption etwas rauszufinden. Falls er dich zu ihm lässt, tu nichts Dummes." Tala sah Bryan und Ian aus dem Augenwinkel an. "Wir suchen nach einem andern Eingang."

Wenn er sich nicht täuschte, hatte er vorhin einen Lieferanteneingang gesehen.

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"Klar", antwortete er und trat zielstrebig durch den Hoteleingang. Unglücklicherweise war er hier wohl ein wenig underdressed und er konnte nur hoffen, dass öfter Sportler hier waren, die mit gehobener Kleidung wenig am Hut hatten.

Hinter der Rezeption saß ein älterer Herr und wälzte mehrere dicke Bücher. Spencer erkannte eine enge, geschwungene Handschrift bevor die Bücher geschlossen wurden.
"Guten Morgen, kann ich Ihnen helfen?"

Er versuchte sich an seinem besten Lächeln.
"Ich würde gerne die Zimmernummer von Garland Siebald wissen." Es hatte wenig Sinn um den heißen Brei zu reden.
"Sind sie ein Freund oder Verwandter?"
Spencer zögerte. Wenn der Alte bei Garland nachfragte, flog er auf. "So in der Art. Ein Kollege."
Das war immerhin nicht gelogen.

"Ihr Name?"
Mist. Den hatte er eigentlich nicht rausrücken wollen. "Spencer."
"Spencer ...?"
"Ja."
Der Rezeptionist schenkte ihm einen leicht irritierten Blick, griff dann zu dem Telefon auf seinem Schreibtisch und wählte eine kurze Nummer. 334. Vielleicht konnten sie daraus später auf die Zimmernummer rückschließen.

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Bryan

Er hob eine Augenbraue und sah Tala von der Seite her an.
"Hier einsteigen ist also okay?"
Vielleicht nicht der richtige Zeitpunkt, um einen Streit anzufangen, aber vermutlich würde er es sich bis später nicht merken.

Ein Lieferanteneingang war schnell gefunden und um diese Zeit war nicht allzu viel los. Dennoch mussten sie damit rechnen, dass hier plötzlich jemand auftauchte. Dafür war die Tür nicht verschlossen.

"Also, was ist der Plan?"

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Tala

Ian hatte das ungute Gefühl, dass zwischen Tala und Bryan eine gewisse Spannung herrschte. Er war eindeutig in der falschen Gruppe und wünschte sich, Tala hätte ihn mit Spencer mitgehen lassen. Zu ihrem unglaublichen Glück kam hinzu, dass der Lieferanteneingang gerade benutzt wurde, um Lebensmittel für die Küche anzuliefern. Die Tür stand sperrangelweit offen, es gingen jedoch ständig Leute ein und aus.

"Wenn du ein Problem mit meinen Entscheidungen hast, dann sag es mir gleich", sagte Tala, während sie die Leute aus sicherer Entfernung beobachteten.  "Ansonsten kannst du deine Bemerkungen das nächste Mal stecken lassen."

Normalerweise suchte Tala keinen streit, doch im Moment brachte ihn jedes falsche Wort zur Weißglut.

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Bryan

Er zuckte mit den Schultern und versenkte die Hände in den Hosentaschen. Einen Moment funkelte er seinen Teamcaptain von der Seite her an.

"Oh, ich hab nur zwischenzeitlich vergessen, dass für dich andere Maßstäbe gelten, als für den Rest von uns."

Ein schiefes Grinsen schlich sich auf seine Lippen. "Aber lass dich davon bloß nicht aus der Ruhe bringen, schadet deinem Image."

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Tala

Tala sah rot. Bryan konnte nicht schnell genug reagieren, um seinen Schlag abzufangen. 

"Pass du lieber auf, mit wem du dich anlegst", brüllte Tala. So laut, dass ich die Leute am Liefereingang aufmerksam wurden und Schaulustige in ihre Richtung sahen. Das brachte ihn auf eine Idee. Aus dem Augenwinkel sah er zu Ian und nickte kaum merklich in Richtung des Lieferanteneingangs, bevor er sich Bryaan weiter vorknöpfte.

"Ich bin Teamcaptain", zischte er und packte ihn am Kragen. Sein Blick war wild. "Vergiss das nie!"

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Ian

Ian verstand, was Tala ihm sagen wollte. Er ging unauffällig zum Eingang hinüber und wartete auf einen günstigen Moment, um hineinzuschüpfen.

Tala leistete ganze Arbeit. Aus sicherer Entfernung wäre das Ganze unterhaltsam, doch er hatte eine Aufgabe zu erledigen.

"Los geht's...", murmelte er und schlüpfte durch die offene Tür -  doch nicht ohne einen der Äpfel mitgehen zu lassen. Er hatte Hunger.

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Bryan

Er taumelte einen Schritt zurück, als ihn der Schlag traf und kurz spiegelte sich Verwunderung auf seinem Gesicht. Dann kehrte das Grinsen zurück und als Tala ihn packte, brachte er sich in Reichweite von Bryans Fäusten.

Ohne lange nachzudenken, packte er Tala an den Handgelenken, befreite sich, indem er sie ihm nach außen drehte und trat dann in Richtung seines Bauches.

"War das schon alles, Captain?", spottete er. Sein nächster Schlag zielte auf Talas Nase.
Ihm war egal, dass sie beobachtet wurden. Ihm war in diesem Moment egal ob es ihre Nachforschungen zu Boris gefährdete. Das hier fühlte sich lebendig an.

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Tala

Tala sog scharf die Luft ein und beugte sich vornüber. Bryan anzugreifen war nicht seine beste Idee und der Tritt tat weh, auch wenn er die Zähne zusammenbiss, um das nicht zu zeigen.

Ohne auf seine provokante Bemerkung zu reagieren wand er sich aus seinem festen Griff und konnte den nächsten Schlag im letzten Moment umlenken. Er traf ihn trotzdem an der Schläfe. Tala nutzte die Gelegenheit, um Bryan am Arm zu packen. 

"Hör auf!"

Tala starrte ihm direkt in die Augen - er meinte es ernst und hoffte, dass Bryan dies merkte.

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Spencer

Er hörte nur mit halbem Ohr zu, als der Rezeptionist Herrn Siebald berichtete, dass da ein Kollege mit dem Namen Spencer war, der ihn sprechen wollte. Und er rechnete sich auch keine großen Chancen aus, dass man ihn hineinlassen würde.

"Entschuldigung? Herr Siebald möchte gerne wissen, woher Sie einander kenne."
"Von diesem Turnier vor ein paar Monaten. Das war in ..." Er kratzte sich am Kopf, griff sich dann ans Kinn und tat, als würde er angestrengt überlegen. "... wo war das nur ... er ist mir mit seiner außergewöhnlichen Kampftechnik aufgefallen."

Der Rezeptionist gab das so weiter. Sein Blick wurde abweisend, als er sich das nächste Mal an Spencer wandte.
"Herr Siebald hat in letzter Zeit an keinen Turnieren teilgenomme."

Tja. Blöd gelaufen.

"Ich muss Sie bitten zu gehen, bevor ich die Security rufe."

Spencer zuckte mit den Schultern, drehte sich um und ging. Das war dann wohl nichts. Hoffentlich hatten die anderen mehr Glück.

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Bryan

Ihre Blicke begegneten sich. Er hatte die Hand schon zum nächsten Schlag erhoben, hielt aber inne und runzelte die Stirn. Dann wanderte sein Blick zu Talas Hand auf seinem Arm.

Er machte sich mit einer raschen Bewegung los, trat ein paar Schritte zurück und verschränkte die Arme vor der Brust. "Glaub nicht, dass mir das Leid tut", meinte er. Seine Augen huschten über die Schaulustigen, was zumindest einen Teil von ihnen dazu brachte zu verschwinden.

"War das von Anfang an dein Plan?", wollte er wissen. Inzwischen hatte er sich wieder gut genug im Griff, um halbwegs denken zu können.

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Tala

Tala schüttelte den Kopf.

"Nein, eigentlich wollte ich dir eine reinhauen", sagte er ernst, "aber dann haben sie gestarrt." Und das hatte er sich zu nutze gemacht.

"Vielleicht war es gut so." Tala verschränkte die Arme vor der Brust. Sie waren alle gereizt und brauchten ein Ventil - Bryan, genau wie er selbst.

Er hoffte nur, dass Ian etwas herausfinden würde.

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Ian

Ian versuchte, sich im Hotel zurecht zu finden, ohne Aufmerksamkeit zu erregen. Er stieg in einen Aufzug und beschloss, sich von oben nach unten zu arbeiten. Leute mit Kohle hatten immer ein Penthouse. Oder zuminsest die Dachsuite mit dem schönsten Blick auf die Stadt. Er erinnerte sich an die Abtei, in der die Fenster so hoch waren, dass er nicht einmal hinaussehen konnte.

"Kann ich Ihnen helfen?", fragte eine Frauenstimme. Überrascht drehte Ian sich um.

Zimmerservice.

Innerlich verfluchte er sich dafür, dass er einen Moment unaufmerksam war.

"Ich fürchte, ich habe mich im Stockwerk geirrt", sagte er. "Ich wollte zu Garland Siebald. Ich bin hier wegen der Beyblade-Profiliga." Ian pokert hoch. Er hoffte, sie würde nicht misstrauisch werden - Tala würde ihn umbringen, wenn er mit leeren Händen zurückkam.

"Folgen Sie mir", sagte sie lächelnd. Sie deutete auf den Aufzug, Ian zögerte und stieg schließlich ein. "Ich habe mich schon gefragt, wie lange es dauert, bis es eine Profiliga gibt. Die Siebalds sind alle Weltmeister in einer Sportart." Ian vermutete, dass sie gerne klatschten und tratschten im Hotel. Wenn er es sich so überlegte, war es naheliegend. Sie saßen direkt an der Quelle.

"Hier sind wir", sagte sie und stellte Ian vor Zimmer 1007 ab.

"Danke."

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Bryan 

Er zuckte mit den Schultern und ließ das Thema auf sich beruhen. Es wurde Zeit sich wieder auf die dringenden Dinge zu konzentrieren. 

"Dann sollten wir uns langsam überlegen, wie wir Ian wieder unauffällig rausbekommen. Außer du willst dich noch mal schlagen." 

Oder Ian fand einen anderen Weg, was dem Knirps zwar zuzutrauen war, aber es schadete nicht, wenn man noch einen Plan in der Hinterhand hatte.

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Spencer 

Es ließ sich nicht ausschließen, dass sie ihn beobachteten. Spencer vermied es einen Blick über die Schulter zu werfen, um nicht zusätzlich Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. 
Tala hatte gesagt, sie würden einen anderen Eingang suchen, aber wenn er beobachtet wurde … wäre es nicht schlau auch noch seine Teammitglieder da reinzuziehen. 

Er lief im Zickzack durch einige Seitengassen und kehrte dann in weitem Bogen wieder zum Hotel zurück und behielt den Eingang aus einiger Entfernung im Auge.

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Tala

Bryans Worte waren verlockend, aber ein zweites Mal würde er sich nicht mit ihm prügeln. "Hast du eine Idee?" Er sah sich kurz um. "Lass uns woanders warten." Tala steuerte eine Seitengasse in der Nähe des Hotels an - die, in der Spencer wartete.

"Wie lief es?", fragte Tala.

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Ian

Ian klopfte an die Tür von Zimmer 1007. 

Gerade als er ein zweites Mal klopfen wollte, öffnete sich die Tür. "Wer bist du?" Garland sah nicht erfreut aus.

Ian ging auf seine Frage nicht ein. "Was hast du mit Boris Bakov zu schaffen?" Garland wollte ihm die Tür vor der Nase zuschlagen, doch Ian stemmte sich dagegen und stellte einen Fuß in die Tür.

"Ich habe nichts mit einem Boris Balkov zu tun", antwortete Garland. Eine Lüge, das könnte er gena erkennen.

"Balkov ist gefährlich", zischte Ian. "Er bildet Beyblader zu Soldaten aus, um die Welt zu beherrschen."

Garlands Augen verengten sich zu Schlitzen. "Das ist eine Lüge! Boris ist ein guter Mann."

"Nein, er ist nur gut darin, Menschen zu manipulieren", erwiderte Ian.

"Verschwinde!", rief Garland und schaffte es, die Tür zuzuschlagen.

Ian stand da. Er bezweifelte, dass er mehr Erfolg haben würde, wenn er noch mal klopfte. Seine größte Sorge war nun, wie er unbemerkt nach draußen kommen würde.

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Spencer

Er hob eine Augenbraue, als Tala und Bryan in der gleichen Gasse auftauchten - entweder hatten sie ihn gesehen oder einen sehr guten Riecher für seinen Aufenthaltsort.

"Nicht besonders. Bin nicht zu ihm durchgekommen, das einzige, das ich hab, ist die Durchwahl zu seinem Zimmertelefon." Was nicht viel war, wie er selbst wusste.

"Und bei euch?"

"Ian ist drinnen", antwortete Bryan. "Wir wissen nur nicht genau wie wir ihn wieder raus bekommen."

Immerhin ein kleiner Erfolg und es wäre ja langweilig, wenn man Pläne nicht spontan entwickeln müsste. "Im Notfall kann er sich von der Security rauswerfen lassen." Raus war doch eigentlich einfacher als rein, oder?

"Oder wir legen ein Feuer", schlug Bryan vor. "Lassen den Feueralarm losgehen, hab ich gemeint", korrigierte er.

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Ian

Ian musste einen Weg hier raus finden. Zu seinem Glück luden die Lieferanten die letzten Kisten Lebensmittel in der Küche ab und verschwanden, sodass er ungesehen durch den Hinterausgang verschwinden konnte. Jetzt musste er nur noch die anderen finden. Er war sich sicher, dass sie noch in der Nähe waren. Genüsslich biss er in den Apfel, den er hatte mitgehen lassen, während er suchte.

Drei Seitengassen später erblickte er einen roten Haarschopf und beeilte sich, zu seinen Teamkollegen zu gehen.

"Habt ihr mich vermisst?"

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Tala

Zwischen Talas Augenbrauen bildete sich eine Zornesfalte. Wenn Ian zu Scherzen aufgelegt war, hatte er definitiv den falschen Zeitpunkt dafür gewählt. Ihm war ganz und gar nicht zum Lachen zumute.

"Hast du was rausgefunden?", wollte Tala wissen.

"Nun", druckste Ian, "das kommt darauf an."

"Spucks aus." Tala war ungeduldig. Er verschränkte die Arme vor der Brust und warf Ian einen Blick zu, der ihm sagte, er sollte den nächsten Witz besser auf Sanktnimmerlein verschieben.

"Garland hat definitiv etwas mit Boris zu tun", bestätigte Ian. "Zumindest kennen sie sich. Und ich hab mich mit einem Zimmermädchen unterhalten. Sie hat mir gesagt, dass alle seine Geschwister in einer Profiliga spielen und Weltmeister in ihrer Sportart waren."

Tala schwieg. Er hatte sich von ihrem kleinen Ausflug mehr versprochen, allerdings war das zumindest mehr als nichts.

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"Du hättest eine Wanze in sein Zimmer bringen sollen", meinte Bryan. Trug Ian so was nicht standardmäßig mit sich herum? Wenn nicht, dann sollte er das dringend ändern. Nun, so viel also zu ihrem tollen Plan. Sein Blick heftete sich auf Tala.

"Und jetzt?" Vielleicht war diese Frage nicht ganz fair. Aber Tala war ihr Teamleader und wenn es Probleme gab, auf die er keine Lösung wusste, dann war Tala seine erste Anlaufstelle. "Wir könnten natürlich immer noch ein Feuer legen und ihn entführen."

Dieses Mal machte er sich nicht die Mühe seinen Satz zu korrigieren. "Die zivilisierte Methode hat ja sooo gut funktioniert."

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Ian

Genervt schnaubte Ian und warf Bryan einen bösen Blick zu.

"Ja, klar", brummte er, "ich hatte kaum Zeit, meinen Fuß in die Tür zu stellen, damit er sie mir nicht vor der Nase zuschlägt. Wärst du nicht so ein Vollidiot-"

"Halt die Klappe", unterbrach Tala ihn.

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Tala

Tala durfte sich nicht Provozieren lassen. Innerlich zählte er bis drei, ehe er sich Bryan zuwendete.
"Du hast gewonnen", sagte er. "Mach es auf deine Art."

Tala hatte es satt, dass Bryan ständig seine Autorität in Frage stellte. Wenn er glaubte, alles besser zu können, dann war das seine Chance. Mit Freuden würde Tala ihm beim Scheitern zusehen - und wenn er Glück hatte, dann war ihr Problem gelöst.

Win-Win für Tala.

Außerdem hatte er noch etwas zu erledigen. Er wollte wissen, ob Kai etwas herausgefunden hatte.

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Einen Moment sah er Tala verdutzt an, dann breitete sich ein Grinsen auf seinem Gesicht aus.
"Schön."
Er schenkte Ian einen triumphierenden Blick, legte die Stirn in Falten und warf einen Blick in Richtung des Hotels zurück.
"Schön", sagte er noch einmal und ignorierte Spencers Schnauben. Wenn sie den Kerl entführen wollten, war es zu wenig nur den Feueralarm auszulösen - oder zumindest zu unzuverlässig, um das nötige Chaos zu erzeugen. Ein echtes Feuer würde es dagegen schwer machen, dass sie selbst durch das Gebäude navigierten. Vor allem weil außer Ian noch niemand drinnen gewesen war und der eindeutig nicht der Richtige war, um irgendjemanden zu entführen. Außer ein Kind.

Sein Blick heftete sich auf Ian. "Ich brauche Rauchbomben. Und den Feueralarm", sagte er. Und der Rest würde ihm schon noch einfallen, wenn sie erst mal dabei waren. Nahm er an.
"Ist jemandem eine Feuerleiter aufgefallen?"

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Ian

Zweifelnd sah Ian zu Tala. Er glaubte weder an Bryans Erfolg, noch daran, dass es überhaupt eine gute Idee war, ihn einfach machen zu lassen.

"Wir landen am Ende alle im Knast", bemerkte Ian spitz. "Entführung, Brandstiftung, Nötigung", zählte er auf und warf Bryan einen missbilligenden Blick zu. "Körperverletzung."

Er verschränkte die Arme.

"Seit wann bist gerade du so ein Moralaposteln?" Tala schnaubte. "Einbruch und Datendiebstahl, klingelt da etwas?"

Ausgerechnet Tala fiel ihm in den Rücken!

Er gab sich geschlagen. Brummend kramte Ian in den Untiefen seiner Taschen nach ein paar kleinen Kugeln.

"Das reicht aber nicht, um einen Großbrand zu simulieren." Er zeigte ihnen, wie man die Rauchbomben auslöste und wartete widerwillig auf weitere Anweisungen von Bryan.

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Er sah zwischen seinen Teamkollegen hin und her.
"Das ist euer Ernst", stellte er fest.
Gut, es war nicht das erste Mal, dass Tala Bryan mit dem Kopf gegen eine Wand laufen ließ. Manchmal war das vermutlich nötig. Er hasste es nur, wenn er selbst als Kollateralschaden endete.

"Natürlich ist es Ernst", fauchte Bryan, bevor er sich einen Teil der Rauchbomben-Kugeln-wasauchimmer schnappte.

Und es war unwahrscheinlich, dass Tala ihm zu Hilfe kam, nachdem er Ian hatte abblitzen lassen. Er sollte besser dafür sorgen, dass das hier keine völlige Katastrophe wurde, wenn er seine Haut retten wollte.

"Ich hoffe du hast einen Plan", sagte er.
"Wir steigen ein, lösen den Feueralarm aus, werfen ein paar Rauchbomben und schnappen uns den Typen in der entstehenden Panik."
Er unterdrückte den Drang sich an den Kopf zu fassen.
"Ich kümmere mich um Siebald", sagte er.

Glücklicherweise unternahm Bryan nicht einmal den Versuch ihm zu widersprechen.
"Ian löst den Feueralarm aus", legte Bryan stattdessen fest, bevor sich sein Blick herausfordernd auf Tala richtete. "Du hast nicht vor mitzukommen."

Spencer war nicht sicher ob es eine Frage war oder nicht.

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Tala

"Ich passe", antwortete er auf Spencers Frage und wandte sich ab. "Hab noch was zu erledigen. Ich bin sicher, ihr habt eine sehr kompetente Vertretung." Tala machte sich nicht die Mühe, den Spott in seiner Stimme zu verbergen.

Auch wenn er Bryan mochte, so hatte er berechtigte Zweifel an seiner Führungskompetenz. Das Problem dabei war vor allem, dass er häufiger nicht auf jemand anderen als sich selbst hörte. Im Kampf war sein Ungestümes Wesen ein Vorteil - bei der Leitung eines Teams... weniger. Das bekamen vor allem Ian und Spencer zu spüren.

"Wo gehst du hin?", fragte Ian wenig begeistert.

"Ich unterhalte mich mit Kai über die Profiliga."

Tala überließ die anderen sich selbst.

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