Ein Jahr

„Ist es gleich endlich vorbei? Das ist so unglaublich lahm …“
„Psst, sei still! Gedulde dich noch zehn Minuten.“
„Ach …“ Yu sank ermüdet auf seinem Platz in sich zusammen, nachdem er von Madoka zurechtgewiesen worden war. Danach wand er sich an seinen anderen Sitznachbar. „Kenchi, ich sterbe noch vor lauter Langweile …“
„Nicht nur du“, murmelte der Grünhaarige leise. Er seufzte und richtete seinen Blick anstandshalber wieder nach vorne. Und das zum Großteil nur, um Gingka ein wenig Unterstützung vermittelt zu haben.

Es war beinahe ein Jahr nach dem Sieg über Nemesis vergangen. Vor allem die ersten Monate danach herrschte ziemlich viel Durcheinander auf der Welt und die zerstörten Städte hatten alle wieder aufgebaut werden müssen. Mittlerweile hatte sich die Lage allerdings wieder normalisiert und jeder konnte wieder sein Leben wie zuvor genießen. Augenscheinlich jedenfalls.
Viele Menschen betrachteten Beyblades durch die Ereignisse als Gefährdung der Öffentlichkeit und verachteten zum Teil sogar die Blader. Nicht gerade wenige von ihnen hatten aus Angst vor erneutem Unheil ihr Hobby aufgegeben, die Anzahl der aktiven Blader soll sich seit der Niederlage Ragos beinahe halbiert haben. Kenta war froh, dass keiner seiner Freunde zu diesen Bladern gehörte. Jedenfalls nicht, dass er es wüsste.
Die WBBA stand unter ständiger Kritik. Die Menschen fanden es verantwortungslos, weiterhin ein solches Hobby zuzulassen. Vor einigen Monaten hatte es den Anschein gemacht, als haben Ryo Hagane und seine Mitarbeiter alles wieder in den Griff bekommen. Allerdings glaubten Kenta und die meisten anderen seiner Freunde nicht daran. Warum sonst sollte Gingka denn ständig in irgendwelchen Talkshows oder sonstigen Sendungen auftreten?

Nicht nur Kenta fragte sich, wie der Herbstblader das nur aushielt. Man konnte von Glück reden, dass Gingka so eine Frohnatur war und trotz allem in die Kamera lächelte. Aber jeder, der den Rotschopf näher kannte wusste, dass diesem dieses Dasein als Maskottchen fürs Beybladen ganz und gar nicht gefiel. Es kostete viel Zeit und Aufwand, die Zuschauer in den Fernsehshows vom Beybladen zu überzeugen. Gingka langweilte sich besonders in letzter Zeit sehr. Es war immer wieder dasselbe und er hatte kaum noch Zeit, um selbst zu bladen. Er wollte allerdings auch mithelfen, das Beybladen wieder ins rechte Licht zu rücken und das war momentan scheinbar auf diese Art und Weise am effektivsten.
Gingka Hagane hatte immerhin Rago und Nemesis besiegt. Selbst die Menschen, welche die Blader am liebsten verfluchen würden, erkannten ihn als eine Art Held an. Im Gegensatz zur WBBA oder anderen beliebigen Beybladern hörten sie ihm zu. Das musste auch sein Vater Ryo bemerkt haben, ansonsten würde er ihn nicht ständig zu diesen Auftritten überreden. Anfangs hatte Gingka ihm diesen Gefallen noch gerne getan, aber mittlerweile kotze es ihn schon richtig an. Kenta fragte sich, wie lange sein Freund das noch mitmachen würde.

Außerdem ließen sie sich nicht von der angeblich so viel besseren Situation der WBBA täuschen. Sie wussten ganz genau, dass da etwas im Busch war. Vor allem der Direktor gaukelte ihnen allerdings immer wieder vor, dass es bergauf ginge und bald alles wieder so sein würde, wie es früher einmal war. Sein Verhalten sagte allerdings etwas ganz anderes.
Ryo Hagane war in letzter Zeit ständig unter Stress, ebenso wie sämtliche seiner Mitarbeiter. Hikaru arbeitete beinahe ununterbrochen und mit ihren Augenringen konnte sie beinahe einen Weltrekord aufstellen. Auch Tsubasa hatte als Agent der WBBA ziemlich viel zu tun, er wurde von einem Auftrag zum nächsten geschickt. Oder eher gehetzt, wenn man es ganz genau darzustellen vermochte. Vor allem Yu fiel das natürlich auf und wenn er den Silberhaarigen tatsächlich mal erwischte, stellte er ihm viele Fragen. Der Adlerblader wimmelte ihn zwar jedes Mal ab, doch seinem Gesichtsausdruck nach zu urteilen wusste er wohl, dass Yu zu Recht besorgt war. Madoka vermutete, dass er seine Freunde nicht beunruhigen wollte. Dasselbe Verhalten stellte sie schließlich bei Hikaru fest, und auch bei Ryo. Dieser wurde bei genauerem Nachhaken jedes Mal ungewöhnlich nervös und stürzte sich immer auf die Arbeit, um seinen Sohn und dessen Freunde mehr oder weniger loszuwerden.

Kenta schaute wieder kurz nach vorne und lächelte Gingka schwach zu. Er erinnerte sich daran, wie dieser immer wieder betonte, dass er Nemesis gar nicht alleine bezwungen habe und dieses ganze Tamtam daher nicht nur ihm zustand. Das war allerdings ein Thema, bei dem niemand der vielen Zuschauer ihm Beachtung schenkte. Kaum ein Mensch interessierte sich für die restlichen legendären Blader und diejenigen, die sie sonst noch unterstützt hatten. Für beinahe alle zählte nur der große Gingka Hagane.
Der Grünhaarige dachte kurz nach, was aus der Gruppe, die gegen Rago und seine Gefolgschaft gekämpft hatte, geworden war. Yuki war nach kurzer Zeit zu den Freunden nach Metal Bey City gezogen und verbrachte viel Zeit mit ihnen. Ihre Freundschaft war noch inniger als auf der Suche nach den verbleibenden legendären Bladern geworden und Yuki war gar nicht mehr aus dem Freundeskreis wegzudenken. Auch er saß hin und wieder im Publikum dieser Fernsehshows, um Gingka moralisch zu unterstützen. In diesem Moment saß er neben Madoka und versuchte gemeinsam mit ihr, sich wenigstens ein wenig für all diese sich ständig wiederholenden Themen zu begeistern.
Kyoya befand sich zu Benkeis Leidwesen gerade auf einer langen Trainingsreise, die schon fast vier Monate andauerte. Nach dem Sieg über das Kind der schwarzen Sonne hatte er alle anderen legendären Blader zu Kämpfen herausgefordert. Jedes Mal hatte er gesiegt, nur im finalen Kampf gegen Gingka hatte er mal wieder den Kürzeren gezogen. Das hatte den Frühlingsblader ziemlich in Rage gebracht, seitdem war er kaum noch in Metal Bey City. Anfangs hatte er noch zusammen mit Benkei trainiert, doch nach einer Weile hatte er ihn wieder nach Hause geschickt und alleine weitergemacht. Der Lilahaarige freute sich allerdings ein wenig, da er wusste, dass Kyoya wohl schon sehr bald wieder zurückkehren würde. Das war wohl der Antrieb dafür, halbwegs motiviert im Publikum neben Kenta zu sitzen.

Hin und wieder hörten die Freunde etwas vom Team Dungeon, welchem King sich angeschlossen hatte. Der Marsblader hatte seiner Heimat Griechenland wohl endgültig den Rücken gekehrt und verweilte nun mit Masamune, Zeo und Toby in Amerika. Dort schien er auf jeden Fall sehr viel glücklicher und zufriedener zu sein.
Dynamis war wieder zum Nebelberg zurückgekehrt und Tithi hatte ihn begleitet. Beide waren dadurch nicht mehr ganz so einsam, wie sie es vor dem vergangenen Showdown gewesen waren.
Kenta seufzte. Nicht nur Gingka machte sich viele Gedanken, wie es dem Rest so ging. Von Chris hatten sie seither keinen Ton mehr gehört, weder von ihm selbst noch von anderen hatten sie irgendetwas über ihn vernommen. Von Aguma wussten sie wenigstens, dass er und seine Leute sich scheinbar mit Beylin Tempel einigermaßen versöhnt zu haben schienen. Die Blader von Wang Hu Zhong hatten jedenfalls erzählt, dass sie hin und wieder mit Beylin Faust trainierten.
Und was Ryuga anging … Kenta kniff die Augen zusammen und spürte, wie sein gesamter Körper sich kurz anspannte. »Du musst stark sein«, redete er sich mal wieder ein. Seine Trauer um den Dragon Emporer hatte er innerhalb des letzten Jahres weitestgehend in den Griff bekommen, doch hin und wieder musste er trotzdem wehmütig an ihn denken. Das Schlimmste an allem war für ihn, dass man noch nicht einmal mit Sicherheit wusste, was genau Ryuga zugestoßen war. War er wirklich tot, oder doch nur verschollen? Niemand wusste es oder konnte diese Frage wenigstens ungefähr beantworten.

„Endlich ist diese Qual vorbei!“, rief Benkei schließlich begeistert aus. Kenta schrak hoch und schaute wieder auf. Und tatsächlich, die Talkshow war beendet und ein ziemlich ausdrucksloser Gingka kam aus sie zu. Sein Lächeln, was er sich während der ganzen Sendung aufgezwungen hatte, war wie hinfort geweht.
„Tut mir leid, dass ihr euch das immer wieder reinziehen müsst“, entschuldigte er sich bei seinen Freunden. „Das muss echt langweilig sein, sogar noch mehr als mein Part … Ihr müsst euch das wirklich nicht antun. Ich verstehe es, wenn ihr lieber was anderes machen wollt in dieser Zeit.“
„Unsinn!“, sagte Madoka schon beinahe empört. „Wir sind alle Freunde und als solche werden wir dir helfen, wo wir nur können! Wir können ja sonst nicht viel für dich tun.“
„Fräulein Madoka hat Recht“, stimmte Yuki ihr zu. „Wir werden dir mit Rat und Tat zur Seite stehen.“
„Absolut“, meinte auch Benkei. Yu war gegen Ende der Show doch noch eingeschlafen und wurde nun von ihm getragen. Kenta lächelte schwach und wand sich nun auch an Gingka.
„Mach dir da keine Gedanken. Wir sind für dich da.“
„Danke, Leute … Was würde ich nur ohne euch machen?“

 

Weit entfernt, an einem ganz anderen Ort auf der Welt, wurden gerade Pläne geschmiedet. In einem eher dunkel gehaltenen Raum, in welchen kaum Licht drang, saß ein junger Mann mit einem verheißungsvollen Lächeln an seinem Arbeitsschreibtisch und durchdachte Vieles noch einmal.
»Bald ist der perfekte Zeitpunkt für die Umsetzung meines Planes gekommen… Darauf warte ich schon seit Ewigkeiten, besonders seit dem Fall Ragos! Meine Macht hat im vergangenen Jahr sehr zugenommen …« Wenn sein Blick nicht so finster wie der Raum wirken würde, könnte man etwas Sehnsüchtiges hineininterpretieren.
»Schon bald wird die ganze Kraft nur mir alleine gehören, ich werde ich sie nicht mehr länger mit diesen anderen, unwürdigen Bladern teilen müssen. Das Vermächtnis der alten Tage wird in nur einer einzigen Person vereint werden, und zwar in niemand geringerem als mir selbst!« Die unbekannte Person lachte kurz mit dunkler Stimme auf. »Diese Unwissenden werden nicht wissen, wie ihnen geschieht. Alle werde ich sie aus dem Weg schaffen, um meine Bahn freizumachen …« Nun stand er auf und stemmte dabei seine Hände auf den Tisch. »Ich werde alles tun, was dafür nötig ist … Koste es, was es wolle …«

 

Gingka und seine Freunde hatten das Fernsehstudio inzwischen verlassen. Sie hatten beschlossen, sich zunächst gemeinsam etwas auszuruhen und daher ein kleines Café nahe dem WBBA-Hauptquartier zu besuchen. Anschließend wollten sie nämlich dorthin. Der Herbstblader wollte seinem Vater endgültig klarmachen, dass dies das allerletzte Mal gewesen war, dass er sich wie eine halbe Marionette behandeln ließ. Seine Freunde hatten ihm dabei vollkommen rechtgegeben und wollten ihm bei dem Gespräch beistehen und notfalls tatkräftig unterstützen.
Nun war allerdings erst einmal eine kleine Pause nötig. Die Gruppe stand nur noch wenige Meter von dem Café, welches bei vielen Bladern aufgrund der nahen Lage zum Beypark sehr beliebt war, entfernt. Doch trotzdem sollte es ihnen nicht gegönnt sein, ungestört dort hineinzuspazieren. Gingka wollte gerade nach der Türklinge greifen, als sich jemand neben ihn stellte. Oder viel mehr zu ihm sprang, um ihm anschließend ein Mikrofon vors Gesicht zu halten.
„Gingka Hagane, ich muss dich kurz aufhalten!“

„Sind Sie eigentlich komplett bescheuert?!“ Madoka konnte sich nicht mehr halten. Jetzt konnte ihr guter Freund wohl schon nicht mehr ungestört seinem eigenen Leben nachgehen, ohne von Reportern überfallen zu werden. „Das ist wohl die Höhe! Sehen Sie nicht, wie erschöpft er ist? Bei Ihnen piept es wohl!“
„Wie bitte? Ich glaube, hierbei handelt es sich um ein Missverständnis-“
„Reden Sie sich bloß nicht raus, Sie…“
„Fräulein Madoka, bitte beruhige dich!“ Yuki versuchte, die Mechanikerin etwas zu zähmen. Er war zwar auch ihrer Meinung, aber sie konnten es sich auf keinen Fall leisten, sich in aller Öffentlichkeit so aufzuführen. Wo es doch vielleicht gar nicht so gut um den Beybladesport stand.
„Verzeihung“, entschuldigte sich Kenta an ihrer Stelle. „Wir waren nur überrascht. Wissen Sie, Gingka …“
„Nein … Ich bin wohl Diejenige, dich sich entschuldigen sollte ...“ Die junge Frau mit den knapp schulterlangen, offenen Haaren wirkte nun nicht mehr ganz so enthusiastisch wie noch vor wenigen Augenblicken. Eher betrübt und schuldbewusst. „Ich hätte es anders angehen müssen… Ich dachte, ein solcher Einstieg wirke vielleicht etwas cooler.“ Die Gruppe starrte die Orangehaarige an. Eine solche Interviewerin hatten sie noch nie erlebt …

„Gingka!“ Die Gruppe drehte sich fragend um. Auch die Fremde tat dies, nur weniger überrascht. „Gut, Asuka habt ihr also schon kennengelernt!“ Ryo kam auf sie zugelaufen, oder eher gehetzt. Die jungen Blader schauten kurz irritiert zu der jungen Frau.
„Der Direktor meint mich, mein Name ist Asuka. Ich arbeite für die WBBA.“
„Was?“ Benkei starrte sie an wie ein Weltwunder. „Aber was sollte das dann eben?“
„Tut mir leid, das war meine Idee …“ Der Direktor war völlig außer Puste, als er ankam. Trotzdem wollte er das Missverständnis sofort aufklären. „Ich habe schon lange eingesehen, dass es so nicht weitergehen kann …“ Entschuldigend blickte er zu seinem Sohn. „Ich hätte dich wirklich nicht so ausnutzen dürfen, um vor den Medien besser dazustehen … Wir von der WBBA starten demnächst unsere eigene Sendung, und Asuka wird das Ganze moderieren.“
„Ganz genau“, bestätigte die Neunzehnjährige mit einem Augenzwingern. „Sie soll wöchentlich weltweit ausgestrahlt werden, damit kein Blader die neusten Newsmeldungen seines liebsten Hobbys verpasst. Wir werden über Turniere berichten, Bekanntgaben machen, Neuigkeiten im Beybladesport verbreiten … Und natürlich auch mal den ein oder anderen Blader zu Gast haben. Deswegen auch meine etwas ungewöhnliche Art, auf euch zuzugehen.“

„Oh …“ Madoka wurde rot wie eine Tomate. „Es tut mir wirklich leid, so ausgeflippt zu sein!“
„Das ist kein Problem“, versicherte Asuka ihr mit einem sanften, verständnisvollen Lächeln. „Es ist wichtig, für seine Freunde einzustehen und sie zu verteidigen. Ich finde es eher bewundernswert, dass du sofort zur Stelle warst.“
„Vielen Dank“, murmelte die Braunhaarige geschmeichelt. „Aber ich möchte trotzdem nochmal nachfragen … Ihr wollt Gingka in eurer Erstausstrahlung als Gast haben?“
„Ganz genau“, bestätigte sie. Ihre grauen Augen funkelten vor lauter Begeisterung. „Aber nicht nur das … Auch die restlichen legendären Blader möchte ich einladen.“
„Wie?“ Gingka, welcher sich bisher zurückgehalten hatte, horchte nun interessiert auf. „Das heißt, dass…“
„Tja, wir von der WBBA kennen eben die Wahrheit.“ Asuka schenkte dem Rotschopf ein strahlendes Lächeln. „Wäre doch gelacht, wenn dir diese Art von Interview nicht eher zusagen würde!“
„Ich bin auf jeden Fall dabei!“ Gingka war begeistert, endlich war all sein Gerede mal erhört worden. „Zusammen mit Freunden macht das bestimmt endlich Spaß!“
„Genau wie beim Beybladen“, meinte Asuka. „Ich bin zwar keine stärke Kämpferin, aber ich liebe es die Battles zu beobachten. Außerdem bereitet es mir große Freude, die Freundschaft zwischen all den Bladern zu spüren.“ Nun wand sie sich an Kenta und Yuki. „Ihr Beide wärt doch sicherlich auch mit all dem einverstanden, oder?“ Nachdem die beiden Angesprochenen zustimmend genickt hatten, schaute sie noch freundlich zu Madoka, Yu und Benkei. „Wenn ihr möchtet, dürft ihr natürlich auch daran teilnehmen.“

»Das wird bestimmt große Klasse …« Gingka glaubte zu spüren, dass dies endlich etwas Gutes werden würde und freute sich tatsächlich schon darauf. In einer Sendung, die sich auch wirklich um das Beybladen drehte, würde bestimmt alles anders werden. Sein größter Lichtblick war allerdings, dass er nicht mehr als alleiniger Held gehandelt werden würde. Zudem freute er sich auf ein großes Wiedersehen mit allen, die im Kampf gegen Nemesis mitgeholfen hatten. Asuka machte sich jedenfalls sofort daran, jeden von ihnen zu kontaktieren. »Ich hoffe, dass das ein Schritt in Richtung Besserung sein wird. Es wird sich bestimmt alles zum Guten wenden!«
Keiner der Freunde ahnte zu diesem Zeitpunkt auch nur ansatzweise, dass nicht jeder auf diese positive Entwicklung aus war. Der junge Mann in dem dunklen Raum, der das Licht wohl ziemlich verabscheuen musste, nippte gerade genüsslich an seinem Weißwein. Als es an der Tür klopfte, stellte er langsam und beherrscht ruhig das Glas wieder ab.

 

„Herein“, bat er fordernd und ein Mann trat herein. Vermutlich um die Mitte Dreißig.
„Herr Nabokov, es ist alles nach Ihren Wünschen vorbereitet worden.“
„Vielen Dank für die Information, aber davon bin ich selbstverständlich ausgegangen.“ Nun wurde sein Blick allerdings weniger entspannt, sondern eher streng. „Aber hatte ich nicht deutlich verlauten lassen, so auf keinen Fall angesprochen werden zu wollen …?“
„Verzeiht, aber…“
„Schon gut, dieses eine Mal lasse ich es noch durchgehen.“ Nun ging er einige Schritte auf den ihm untergebenen Älteren zu. „Ich werde schon bald über alles herrschen, nicht nur über das Beybladen … Nennt mich alle euren Meister!“

Kommentare

Bild des Benutzers Phase

Das klingt doch schon mal nach einem spannenden Einstieg! :D

Ich fand sehr schön, wie auch für Nichtkenner der Serie immer wieder Hinweise gefallen sind, was der FF vorausgeht, wo wir aktuell stehen, usw. Das hat mir das Lesen sehr erleichtert und Lust auf mehr gemacht!
Es wurde sehr viel erzählt, was sich etwas gezogen hat, und im Vergleich dazu ist relativ wenig passiert. Umso besser war der Schluss gesetzt, der doch sehr neugierig darauf macht, was als nächstes passieren wird. Immerhin scheint hier wieder ein finsteres Komplott zu entstehen... Na, hoffen wir mal, dass nicht wieder der Beyblade-Sport darunter leiden wird!

Eine wirklich schöne FF die Lust aufs Weiterlesen macht! :-)

Bild des Benutzers Monoceros

Ja? Awww, das höre ich doch natürlich gerne ^___^

Gut, dann waren meine Erklärungen diesbezüglich wohl doch nicht so verkehrt. Ich fand es für den Anfang der Geschichte halt wichtig, sowas wie ne Art Einleitung/Einführung zu haben. Erläuterungen zu bestimmten Dingen kommen im weiteren Verlauf zwar immer wieder vor, aber vor allem zu Beginn finde ich es tatsächlich als relevant.
Das mit dem vielem Erzählten geht da halt (leider) mit einher, später passiert natürlich schon etwas mehr. Aber mal sehen, wie es dem Beyblade-Sport und den Beybladern so ergehen wird, was x3

Danke^^ Ich empfinde es sogar beinahe als Ehre, dass du reingeschaut hast, obwohl du dich mit der Metal Saga eigentlich nicht so auskennst^^

Bild des Benutzers Meakuel

So weit ich das überhaupt beurteilen kann, finde ich die Charas gut getroffen. Ich mag es, wie du mit einem quengelnden Yu einsteigst, der natürlich seine Spitznamen benutzt.

Es ist ebenfalls schön, dass sie Gingka mit ihrer Anwesenheit unterstützen. Jeder scheint gut nachvollziehen zu können, wie sehr es ihn mitnimmt. Okay, vielleicht Yu nicht so ganz. XD

Ich finde manche Synonyme etwas störend im Lesefluss, ich kann aber nicht genau sagen, wie genau. Gerade solche, wie Herbstblader usw. Ich frage mich da, ob das Synonym irgendeine Relevanz hat. Ist es an dieser Stelle wichtig, dass er der Herbstblader ist?

Asuka ist ja mal eine Nummer für sich! O-O
Und warum entschuldigt sich Madoka, sie konnte ja nur darüber urteilen, was sie mitbekommt, so hat es ja auch auf Gingka gewirkt. Daher hat sie ja alles richtig gemacht. Na ja, aber irgendwie verstehe ich es auch, ist wohl auch etwas dem perplex sein geschuldet.

Ich stelle es mir sehr schwer vor, auch nur einen Großteil der legendären Blader wieder zusammenzutrommeln. Aber ich bin gespannt! Mal sehen, wie sich deine Geschichte entwickeln wird.

Bild des Benutzers Monoceros

Dann auch an dich direkt mal vielen lieben Dank, dass du hier reingeschaut hast, obwohl du mit der Metal Saga jetzt nicht so extrem viel anfangen kannst. Das finde ich irgendwie besonders nett x3 

Mit den Synonymen ist immer so ne Sache. Ich verstehe, wenn andere das nicht so toll finden, aber ich muss zugeben, dass ich ungern drauf verzichte. Ich möchte z.B. in diesem Fall nicht immer 'Gingka' oder 'er' schreiben und verwende dann lieber möglichst viele Umschreibungen, damit es in dem Punkt wenigstens ein kleines wenig abwechslungsreich bleibt ... falls ich das so nennen kann xD 

Natürlich is Asuka ne Nummer für sich xD Immerhin is sie eine meiner OCs, und zumindest irgendeinen kleinen Schaden hat wohl jeder von ihnen (woher das wohl kommt xD). Und joa ... Asuka sagt ja so gesehen selbst, dass Madoka nichts falsch gemacht hat. Da hab ich mir auch wieder ne zu verwirrende Situation ausgesucht, schätze ich^^° 

Ach was, das geht schon. Bei manchen muss man halt nur etwas mehr Überzeugungsarbeit leisten, aber wird man ja sehen ... Ich denke, gespannt kannste auf jeden Fall weiterhin sein. Die bisherigen Kapitel werden ja nach und nach hierher kommen, is ja schon einiges ;) 

Bild des Benutzers TheTwixer

Ich mag die politische Note im Text extrem. Ich steh aber einfach auf sowas. Daher hat es mir auch sehr gut gefallen, dass die Menschen dem Beybladen eher feindselig gegenüberstehen, nach dem was passiert ist. Ist ja auch völlig nachvollziehbar! Mich würde sehr freuen zu sehen, wie sie gegen diese Einstellung ankämpfen und ich bin gespannt wie sich das Format der Sendung der wbba von den anderen abhebt. Damit, alle einzuladen, ist ja schon mal ein Anfang gemacht.

Was ich mich beim Lesen aber gefragt hab, ist, wer eigentlich Hauptcharakter ist. Am anfang scheint es aus Yus Sicht zu sein, dann Kenta und am Ende kam es mir eher wie Gingka vor.

Was die Synonyme angeht, muss ich mich Meakuel anschließen, die verwirren manch mal etwas mehr, als das sie den Text lebendiger gestalten. Ich vermute das ist Geschmackssache, aber normalerweise liest man irgendwann über Namen so stark hinweg, dass man sie gar nicht als Wiederholung wahrnimmt. Das hat mich bei Harry Potter so geschockt... dort stand hinter 90% der wörtlichen Rede "..., sagte X" und das ist mir die ganze Reihe hindurch absolut nie aufgefallen.

Wobei ich das jetzt trotzdem nicht als way to go empfinde. Ich würde dir aber nahe legen, eher bei anderen Worten als Namen darauf zu achten, dass sie sich nicht zu stark wiederholen ("Wieder" hab ich zB häufig gelesen).

Zu Madoka hätte ich auch noch eine kleine Bemerkung: du hast dir eigentlich einen schönen Konflikt aufgebaut durch Asukas ungestüme Art, aber den quasi direkt wieder beseitigt, indem du sie beiden direkt aufeinander hast zugehen lassen, um Unstimmigkeiten auszuräumen. Ich weiß natürlich noch nicht, wo die Reise hingeht, aber das hätte sicher für die ein oder andere Spannung sorgen können. 

Bin aber gespannt wo es hingehen wird :)

Bild des Benutzers Monoceros

Super, dass dir das so gut gefällt! Ich finde diese Richtung nämlich so was von interessant und wollte dies daher auf jeden Fall in die Story miteinbringen. Vor allem, weil es tatsächlich so gut passt.

Was das Thema der Hauptcharaktere hier angeht ... Es gibt keinen eindeutigen Hauptcharakter in dieser Story. Es ist eher eine Gruppe von Hauptcharakteren, zu welchen unter anderem die von dir Genannten gehören. Man kann sagen, dass zwar beinahe alle (jedenfalls öfter als nur einmal) vorgekommenen Charaktere der Metal Saga hier auftauchen (werden), aber der Kreis der Hauptcharaktere sind die legendären Blader und ihre (engsten) Freunde. Also quasi die Charaktere, die gegen Rago und Nemesis gekämpft oder ihnen dabei geholfen haben. Alle von ihnen kann ich natürlich nicht gleich wichtig nehmen, Kyoya wird zum Beispiel ne wesentlich größere Rolle als Aguma spielen. Einen (oder mehrere) Hauptcharakter/e nenne ich aber nur äußerst ungern, da es von mir so gedacht ist, dass mal diese Charas mehr im Vordergrund stehen, dann mal andere usw. ... Ich hoffe, das ist jetzt nichts Schlechtes. Ich wollte es halt für diese Story so ausprobieren und mir persönlich gefällts eigentlich ziemlich gut so, wie es nun ist.

Echt jetzt? Wow, das überrrascht mich jetzt ehrlich gesagt total ... Mir wäre das bei Harry Potter aber tatsächlich nie im Leben aufgefallen O.O Aber ich sehe es mal als Argument, das mit meinen vielleicht wirklich zu oft verwendeten Synonymen zu überdenken. Also, dass ich die Verwendung reduzieren sollte. Mit diesen Wortwiederholungen ist mir noch nicht aufgefallen, aber ich kann versuchen, mehr darauf zu achten.

Natürlich haste Recht, dass man daraus bestimmt nen klasse Konflikt hätte machen können ... Aber diesen wollte ich für Madoka und Asuka nicht haben. Es ist halt so, dass unter verschiedenen Charakteren noch mehr als genug Uneinstimmigkeiten aufkommen werden und wenn ich das bei jeder kleinen Meinungsverschiedenheit bringen würde ... Ich dachte halt, es sei too much^^° Außerdem wird es öfter mal Momente geben, wo man sich vielleicht denken kann 'Warum wurde es jetzt so und so geschrieben/gemacht/whatever?', aber bei manchen Stellen isses einfach so, dass es in nem späteren Kapitel nochmals aufgegriffen wird und unter Umständen auch erst dann von größerer Bedeutung sein wird.

Dann hoff ich mal, dass ich dich nicht zu sehr abschrecke xD

Bild des Benutzers TheTwixer

Nein, nein, alles gut ;))

Du musst ja auch wie wir schon mal festgestellt haben nicht allem entsprechen was man anmerkt, es ist deine Story und das soll sie auch bleiben - und ich werd auch immer mal wieder dran weiterlesen *gg* - ich bin nur Dank Studium extrem lesefaul und das dauert bei mir dann immer etwas :)

Bild des Benutzers Monoceros

So hab ich das ja auch nicht aufgefasst, keine Sorge^^°
Ich hatte nicht vor, von der Story an sich (also Inhalt und so) was zu ändern. Denn wie du sagst - is ja meine Story. Ich lese aber dennoch gerne, was andere über dies und jenes denken und vielleicht ist ja auch mal ein Denkanstoß für zukünftige Kapitel dabei. Seh ich jedenfalls so. (Nur würde das in diesem Fall etwas länger auf sich warten lassen, da die Story schon weit vorangeschritten ist.)

Bild des Benutzers Bäumchen

Ich mag das Szenario, das du hier aufbaust und halte es für sehr nachvollziehbar, dass viele Menschen dem Beybladen kritisch gegenüberstehen. Nach so einer Katastrophe kann man ihnen das wirklich nicht übel nehmen und mit den Folgen wird man noch länger zu kämpfen haben. AUch wenn alles wieder aufgebaut ist, alleine die vielen dunklen Erinnerungen an diese Zeit ... die werden länger halten. In so einer Situation macht's auch Sinn Gingka für die Sache der WBBA einzuspannen. Er ist ja sehr begeisterungsfähig und kann auch andere begeistern ... auch wenn ihm diese Arbeit auf die NErven geht und er lieber anders helfen wollen würde. Ich hoffe für ihn, dass es ab jetzt bergauf geht.

Zumindest dürfte er bald wieder was zu tun bekommen, wenn man sich diesen Bösewicht so anschaut ... der scheint einiges an Ambitionen zu haben. Bin gespannt was er plant und was dabei raus kommt!

Ich finde du hast die Charaktere hier gut getroffen und ich mag's, dass so viele von ihnen vorkommen und einige der anderen erwähnt werden, sodass man weiß wo sie geblieben sind und was aus ihnen geworden ist. Verspricht auf jeden Fall spannend zu werden! Mal schauen wann ich wieder zum Lesen komme ^^"

Bild des Benutzers Monoceros

Tja, dem muss man ja nicht viel hinzufügen ;) Gingka hats da in der Tat nicht leicht ... Is nur fraglich, obs besser für ihn wird^^°

Das kannste glauben, Gingka und die anderen werden mehr mit ihm zu tun bekommen, als es ihnen lieb ist oder gut tut.

Danke! Ich habe vor, dass in der Story (fast) jeder Charakter zumindest mal vorgekommen ist. Ich hoffe, dass ich das einigermaßen gut bewältigen kann x3