Ein komischer Vogel

Es war noch früh am Morgen, als ein Fremder sich im Beypark umschaute. Er hatte wohl gedacht, dass die Blader in Metal Bey City sehr viel motivierter seien als auf der restlichen Welt, doch da hatte er wohl zu viel des Guten hineininterpretiert. Dabei hatte er sich so sehr auf einen heißen Kampf gefreut. Schon seit ziemlich genau einem Jahr fühlte er sich sehr viel stärker, als jemals zuvor. Warum, wusste er nicht genau. Er konnte es sich selbst nicht erklären, aber trotzdem glaubte er kurz nach der Niederlage Ragos eine Veränderung gespürt zu haben.
Der Schwarzhaarige setzte sich auf eine Bank und streckte sich ein wenig. Überwiegend war er schwarz gekleidet, hier und da etwas Weißes oder Blaues. In der Morgendämmerung war dies nicht besonders gut zu erkennen. Es störte ihn nicht, dass sich ein Rabe neben ihm niederließ. Nein, eher im Gegenteil. Seine dunkelblauen Augen leuchteten geradezu, während die ersten Sonnenstrahlen auf ihn schienen und der leichte Blauschimmer seines Haares erkennbar wurde.

Fröhlich und gut gelaunt machte sich Gingka in Begleitung seiner Freunde Kenta, Yuki und Madoka auf den Weg zur WBBA-Zentrale. Heute war es soweit, die Show ‚Beyblade all over the world‘ würde heute ihre Erstausstrahlung haben. Alle legendären Blader und diejenigen, die ihnen im Kampf gegen Nemesis beigestanden hatten, waren als Gäste eingeladen. Die kleine Gruppe fragte sich, wie Asuka es geschafft hatte, tatsächlich von allen eine Zusage zu erhalten. Vor allem bei eher grimmigen Zeitgenossen wie Kyoya war es ihnen ein Rätsel. Sie vermuteten, dass die junge WBBA-Mitarbeiterin ihm und vielleicht auch einigen weiteren Bladern irgendwelche andere Vorwände dargeboten hatte.
Yu wollte Tithi und Dynamis vom Flughafen abholen und mit ihnen gemeinsam im Studio erscheinen. Gerüchten zufolge soll Kyoya am Vortag wieder in Metal Bey City eingetroffen sein und so würde Benkei ihn begleiten. Minimalst wurde der Frühlingsblader sogar von den Freunden dafür bemitleidet, schließlich war der Lilahaarige ziemlich lange von ihm getrennt gewesen und würde ihm die ganze Zeit ein Ohr abkauen. Aber Kyoya schien darin ja schon zu genüge trainiert zu sein, immerhin duldete er den Stierblader an seiner Seite. Und notfalls würde er ihm schon Einhalt gebieten können.
Tsubasa war auch zu der Show eingeladen worden. Der Silberhaarige war sich zunächst wohl in dieser Sache etwas unsicher, doch der Direktor hatte ihm die Teilnahme scheinbar mehr oder weniger aufgetragen. Er würde die Freunde also nachher begleiten. Und wer wusste schon, ob sie ihm nicht vielleicht doch den ein oder anderen Hinweis zur wahren Situation der WBBA entlocken könnten …

„Komm schon, Tsubasa. Das wird schon“, redete Ryo Hagane noch immer auf den jungen Agenten ein.
„Ich bleibe dabei, dass ich das mit dieser Show für keine gute Idee halte“, widersprach dieser allerdings noch immer. „Die WBBA steckt bis zum Hals in Schwierigkeiten, man sollte sich um andere Dinge kümmern. Das könnte den Ruin bedeuten.“
„Eine positivere Einstellung würde dir ganz gut tun“, seufzte der Direktor. Er selbst war auch etwas unsicher, aber er griff nach jedem Strohhalm, der erreichbar war. „Aber wenigstens wirst du dort auftreten, danke dafür. Diese Show wird erfolgreich sein … Nein, das muss sie sogar. Sie ist mehr oder weniger unsere letzte Chance!“
„Natürlich wird sie das! Unter Asukas Moderation kann das gar nicht schiefgehen!“ Ryo und Tsubasa drehten sich um, als die ihnen bekannte Stimme ertönte. Ein junger, rothaariger Mann stand im Türrahmen und grinste ihnen entgegen.
„Daisuke, es ist lange her.“ Tsubasas Gesichtszüge entspannten sich, als er den anderen Agenten erkannte. Tatsächlich lag ihre letzte Begegnung schon eine halbe Ewigkeit zurück, doch der Silberhaarige wirkte erleichtert. Der Zwanzigjährige war zwar ein ziemlicher Hitzkopf, doch irgendwie riss seine positive Aura des Öfteren die Menschen in seiner Umgebung mit. Seine meeresblauen Augen strahlten jedenfalls noch immer dieselbe Wachheit wie sonst auch aus. Daisuke schienen die momentanen Schwierigkeiten wohl weniger Kopfzerbrechen zu bereiten, als ob er fest an das Gute glaubte. So war es schon immer, er und Tsubasa waren einfach sehr verschieden. Aber trotzdem konnten sie sich zu einem Team zusammenraufen, wenn es nötig war, und waren auch so etwas wie Freunde.
„Ja, scheinbar viel zu lange“, ging Daisuke auf Tsubasas Begrüßung ein. „Wurde wohl Zeit, dass ich hier auftauche … Eure Gesichter sehen ja aus wie sieben Tage Regenwetter.“ Kurz schüttelte er beinahe vorwurfsvoll mit dem Kopf, doch dann begann er wieder zu lächeln. „Aber wie dem auch sei, meine Asuka wird den Laden schon schmeißen. Es gibt schließlich kein liebevolleres, hübscheres, süßeres, …“

Daisukes Ausführung darüber, wie unfassbar toll er Asuka fand wäre wohl noch ewig weitergegangen, wenn nicht plötzlich eine weitere Person zur Tür hineingekommen wäre. Dieses Mal war es allerdings niemand, den irgendwer kannte. Ein fremder Junge hatte sie wohl belauscht und betrat nun das Büro des Präsidenten, als sei dies eine reine Selbstverständlichkeit.
„Dann stimmen also die Gerüchte, dass die WBBA in der Klemme stecken könnte“, begann der Schwarzhaarige, dessen Haar leicht blau schimmerte. Selbstbewusst und mit einem selbstverliebt wirkenden, leichten Lächeln schritt er voran. „Aber keine Panik auf der Titanic! Der großartige Altair ist nun hier und wird alles retten!“
„Wer bist denn du, Kleiner?“, fragte Daisuke mit hochgezogener Augenbraue und kratze sich mit geringem Interesse an der Nase. Sein sechszehnjähriges Gegenüber wirkte aufgrund dessen einen kurzen Augenblick irritiert, doch er fing sich schnell wieder. Herausfordernd blickte er nun zum Präsidenten der WBBA, der ihn etwas verdattert betrachtete.
„Na, Onkelchen? Was sagst du dazu, scheinst ja jede Hilfe zu brauchen.“
„Erstens mal hast du mich nicht so zu nennen, sondern als den unsterblichen Phoenix zu bezeichnen!“, stellte Ryo sofort klar. Tsubasa und Daisuke schauten sich schulterzuckend an, die Prioritäten ihres Chefs waren nur schwer nachzuvollziehen. Dann sprach der Direktor weiter. „Außerdem hat ein frecher Junge wie du hier nichts zu suchen! In diesem Gebäude haben nur Mitarbeiter der WBBA und weitere ausgewählte Personen Zutritt. Und dazu gehörst du sicherlich nicht, wer auch immer du sein magst!“
„Ach … Ihr habt also noch nie etwas von dem Ass-Blader Altair mit seinem spitzenmäßigen Partner Claw Corvus 85RB gehört?“ Gespielt empört blickte er die Älteren nun von der Seite an, doch dann lächelte er wieder mit etwas Hohn. „Aber ich will mal nicht so sein, bin ja zum ersten Mal in Japan. Wobei ich von einer Organisation wie der WBBA schon erwartet hätte, dass mein Erfolg bereits zu ihnen durchgedrungen sei … Oder seid ihr alle etwa tatsächlich so, wie ich es von einigen Bladern bereits hörte? Seid ihr wirklich so arrogant und rassistisch, dass ihr japanische Beyblader bevorzugt?“

„Was für ein Unsinn!“ Nun meldete sich Tsubasa aufgebracht zu Wort. Er konnte nicht glauben, was er da zu hören bekam. „Wer erzählt denn solche Lügen?“
„Nicht gerade wenige Blader außerhalb von Japan“, sagte Altair und wurde dabei von Ryo gemustert. Der Junge wirkte auf ihn nicht so, als ob er eine Lüge erzählte. Nachdem er diesen Satz beendet hatte, kam allerdings der freche, leicht provozierende Gesichtsausdruck wieder zurück. „Aber ich kann ja verstehen, dass manche dieser Beyblader sich benachteiligt fühlen. Immerhin gibt es außerhalb von Japan keinen einzigen Sitz der WBBA, obwohl sie ja die Beyblade-Angelegenheiten weltweit regeln soll. Und dann noch der Sieg Japans bei der Weltmeisterschaft, obwohl die Lage doch so aussichtslos war … Komisch finden es einige Blader im Übrigen auch, dass so viele der besonders talentierten und starken Kämpfer aus Japan stammen. Aber könnte meiner Meinung nach auch Zufall sein, wer weiß. Kann allerdings schon verstehen, dass manch einer glaubt, japanische Blader würden mehr Förderung erfahren …“
„Schluss damit!“ Selbst Daisuke und Tsubasa blickten überrascht zu ihrem Arbeitgeber, welcher mit beiden Fäusten auf den Tisch schlug. Auch die beiden Agenten waren ziemlich sauer über die Erzählungen des Jüngeren, doch Ryo stand die blanke Wut geradezu ins Gesicht geschrieben. Er betätigte einen Knopf unter dem Tisch, eher er weitersprach. „Was sollen diese Frechheiten, und was genau willst du hier?!“ Der Direktor verhielt sich etwas untypisch, nicht so locker wie sonst. Das war wohl einfach der viele Stress in letzter Zeit.
„Ich dachte, bei solchen Schwierigkeiten könnte die WBBA einen starken, motivierten Blader wie mich gebrauchen“, warf Altair sich beinahe geradezu in Pose. „Immerhin würde ich mit meinen Fähigkeiten einen Top-Agenten abliefern, das müsst ihr zugeben.“
„Gar nichts tun wir“, knurrte Tsubasa ihm schon fast zu. „Von deinem Können haben wir jedenfalls noch rein gar nichts gesehen, sondern bisher nur deine riesengroße Klappe.“

„Herr Hagane, Sie haben gerufen?“ Wieder einmal wurde das Büro von jemandem betreten, dieses Mal von einem beinahe zwei Meter großen, breit gebauten Mann in dunkelblauer Kleidung.
„Ah, endlich! Die Security“, atmete Ryo nun wieder einigermaßen beruhigt und gefasst aus. Er zeigte mit ernster Miene auf Altair. „Schaffen Sie diesen Jungen hinaus, aber schnell! Und danach kommen Sie auf der Stelle wieder in mein Büro und erklären mir, wie er unbefugt hier reinkommen konnte! Pennen Sie und Ihre Kollegen etwa während der Arbeitszeit?“
„Er muss sich irgendwie an unseren Wachposten vorbeigeschlichen haben“, ließ der Sicherheitsangestellte mit tiefer Stimme verlauten und gestand seinen Fehler ein. Danach stapfte er mit großen Schritten auf Altair zu, welcher die ganze Aktion bis vor einer Sekunde wohl für einen Scherz gehalten hatte.
„Pfoten weg, du Amboss!“, beschwerte er sich, als der Mann ihn nicht gerade sanft am Arm gepackte und hinausbrachte. „Lass mich in Ruhe, du fetter Wichser!“ Diese und noch weitere Beleidigungen, auf die wohl nicht eingegangen wurde, hallten durch die Gänge. Daisuke blickte noch eine Weile hinterher.

„Ein schräger Vogel, dieser Kleine“, meinte er nur verwirrt.
„Das mag sein, aber soll ich dir mal etwas verraten?“ Tsubasa musste grinsen, die doch etwas ungewöhnliche Situation schien ihn rückblickend doch etwas amüsiert zu haben. „Er erinnert mich an dich, als du in seinem Alter warst. Unglaublich von sich selbst überzeugt, frech, große Sprüche auf Lager …“
„Vergleich mich nicht mit so einem Grünschnabel“, schüttelte Daisuke mit dem Kopf. Er musste sich selbst allerdings eingestehen, dass er sich leicht ertappt fühlte.
„Und sogar der Kleidungsstil ähnelt sich. Ihr scheint alle beide auf ärmellose Jacken mit unendlich vielen Taschen abzufahren. Scheint übrigens auch für diese Halstücher zu gelten, die mich immer an Cowboys erinnern.“ Der Silberhaarige konnte irgendwie nicht anders. Normalerweise war es nicht seine Art, jemanden so zu triezen. Er war allerdings etwas nervös wegen der bevorstehenden Show und wollte sich vorher sozusagen etwas auszutoben. Außerdem wollte der Adlerblader seinem Kollegen die ganzen Neckereien, die er normalerweise ihm entgegenbrachte, auch mal zurückzahlen. „Aber während er lieber auf schwarz und weiß setzt, scheinst du die kunterbunte Variante zu bevorzugen.“
„Ach, halt die Klappe …“ Daisuke drehte sich zur Seite und verschränkte die Arme hinterm Kopf. Verstohlen rollte er ein wenig mit den Augen.
„Tsubasa, du –“
„Ja, ich weiß schon.“ Der Angesprochene nickte dem Direktor zu. „Ich werde mich mal auf den Weg machen. Die Show soll ja ein Erfolg werden.“

Hikaru war gerade dabei, von ihrer Pause zurückzukehren und sich wieder an die Arbeit zu machen. Das war eine Wohltat für sie, schon seit vielen Wochen hatte sie ununterbrochen am Stück durchgearbeitet. Pausenlos, oft bis tief in die Nacht. Immer war sie fix und fertig, funktionierte aber dennoch. Allerdings wie eine Maschine, jede Handlung oder Bewegung wirkte wie die eines Roboters. Die Blauhaarige hatte sich keine Verschnaufzeit gegönnt, hatte geglaubt alles bestmöglich meistern zu müssen.
Doch heute sollte alles etwas ruhiger angehen, das musste sie Asuka versprechen. Hikaru hatte die einstündige Pause mit der Orangehaarigen verbracht und ihr bei der Entscheidung geholfen, welches Outfit sie bei der Moderation tragen sollte. Die beiden jungen Damen hatten sich letzten Endes für das hellblaue Kleid in WBBA-Aufmachung entschieden, welches leicht an Hikarus eigene Kleidung erinnerte.
Die Blauhaarige musste sogar lächeln. So viel Spaß hatte sie schon lange nicht mehr gehabt, sie musste sich also noch unbedingt dafür bei Asuka bedanken. Die Ältere arbeitete bereits vor ihrer eigenen Zeit für die WBBA und hatte sie schon oft unterstützt, wenn es schwierig wurde. Sie war so etwas wie eine gute Freundin für sie. Wenn sie nun nicht gerufen worden wäre, hätte sie wohl weiterhin ihren Gedanken hinterhergehangen.

„Hey, Hikaru!“ Gingka, Kenta, Yuki und Madoka kamen freundlich lächelnd zu ihr. Die Blauhaarige selbst schenkte ihnen ein ebenso herzliches Lächeln zurück.
„Hallo, Leute. Und, seid ihr schon aufgeregt?“
„Na ja, es geht so“, meinte Gingka und kratze sich etwas verlegen an der Wange. Ihm selbst machte die Nervosität nicht wirklich zu schaffen, aber Yuki dafür schon. Madoka schaffte es hin und wieder beruhigend auf diesen einzureden, doch leider hielt diese Wirkung nicht unendlich lange an. Kenta seufzte. Auch er hatte etwas Lampenfieber, aber bei dem Brillenträger war es eindeutig eine ganz andere Dimension. Der Grünhaarige fragte sich, wie Yuki die Show nur überstehen sollte, ohne zu einer Steinsäule zu erstarren.
„Ich denke, ihr werdet es schon gut hinbekommen. Ich glaube an euch und drücke euch die Daumen.“
„Dankeschön“, freute sich Gingka. Nicht nur die gute Zurede stimmte ihn zuversichtlich. Es war gut zu sehen, dass Hikaru heute einigermaßen erholt wirkte. Natürlich wirkte sie noch immer etwas müde und geschafft, aber nicht gerade so ausgepowert wie sonst in letzter Zeit. „Wir werden dich nicht enttäuschen.“
„Sag mal, hast du Tsubasa hier irgendwo gesehen?“, wand sich nun Kenta an die Blauhaarige. „Wir wollten uns eigentlich hier treffen, doch er ist weit und breit nicht zu sehen.“

„Entschuldigt die Verspätung!“ Kaum war die Frage gestellt worden, da kam der Silberhaarige auch schon herbeigeeilt. „Es gab eine kleine … Nun, ich nenn es mal Verzögerung.“
„Wieso, was ist denn passiert?“, fragte Madoka etwas besorgt nach. Tsubasa lächelte sie allerdings beruhigend an.
„Ach, nichts Besonderes. Da war so ein Typ, der sich als Ass-Blader bezeichnete und scheinbar bei der WBBA als Agent anheuern wollte. Ihr hättet es mit eigenen Augen sehen müssen … Der Junge war so sehr von sich überzeugt, das habe ich bisher selten gesehen. Ihr könnt es euch fast so vorstellen, als habe man das Gerede sowie Getue von Masamune und King zusammengenommen und in einer Person vereint.“
„Äh … Interessant“, erwiderte Gingka mit einem schiefen Lächeln. Kenta lachte leise und sogar Yuki schien sich über diese Vorstellung etwas amüsieren, sodass er sich kurz entspannte. Madoka schüttelte mit dem Kopf. Sie verstand die Jungs einfach nicht, für sie hörte sich das einfach nur grauenhaft an. Als gäbe es eine riesige Katastrophe nun offiziell in einem einzigen Menschen vereint.
„Nun … Dem kann ich nichts hinzufügen.“ Auch Hikaru schien diese Vorstellung als eher bizarr zu empfinden. „Aber ihr solltet euch langsam auf den Weg machen. Die Show ist zwar erst heute Abend, aber vorher gibt es dort noch einiges zu besprechen.“
„Oh, natürlich doch. Bis bald, Hikaru!“

Empört ging Altair durch die Straßen und kochte innerlich geradezu vor Wut. Er konnte es nicht fassen, er wurde einfach so hinausgeworfen und hatte nun sogar Hausverbot bei der WBBA. Dabei hatte er doch bei seinem Auftritt alles gegeben und hätte alle Anwesenden sofort von sich überzeugen müssen! Jedenfalls seiner Meinung nach.
„Dieser beschissene Security-Typ kann mich mal am Arsch lecken!“ Voller Zorn trat er eine Mülltonne um, welche am Straßenrand stand. Er war zwar nicht alleine dort, aber niemand wies ihn zurecht. Sein Beygürtel war gut sichtbar und da die gerade anwesenden Passanten eher ängstlich gegenüber Bladern eingestellt waren, ließen sie Altair zufrieden.
Das hatte dem Schwarzhaarigen geholfen, ein klein wenig seines Ärgers vergessen zu lassen. Nun dachte er darüber nach, was die WBBA denn im Genaueren für Schwierigkeiten haben könnte. Abgesehen von der ständigen Kritik Außenstehender. Und an dem, was er dem Direktor und seinen beiden anwesenden Agenten erzählt hatte, war immerhin auch etwas dran. Er bereiste schließlich die halbe Welt und hatte daher schon beinahe überall Blader kennengelernt, die ihm diese Dinge erzählten.
Altair war allerdings überrascht, dass diese Dinge der WBBA scheinbar unbekannt waren. Hatten sie diesen Unmut unter den Beybladern außerhalb Japans tatsächlich noch nicht mitbekommen, oder wollten sie es einfach nicht wahrhaben und übergingen dies? Altair fand beides nur schwer vorstellbar. Aber er war sich sicher, dass er die Wahrheit noch schnell genug in Erfahrung bringen würde. Es war schließlich nicht seine Art, so schnell aufzugeben …

Kommentare

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Altair, ich muss dir leider sagen, dass mir dein Auftreten und dein Verhalten nicht sonderlich sympathisch sind. :'D
Du magst für die richtige Sache einstehen, aber der Ton macht halt die Musik...
Ich hoffe, dass beide Seiten da ein wenig aufeinander zu gehen und die WBBA es schafft, auch die Beyblader außerhalb von Japan mehr zu fördern und zu unterstützen.
In jedem Fall ein interessantes und gut dargelegtes Problem, das ich mir gut vorstellen kann.

Für mich war es etwas schwer, die Figuren auseinanderzuhalten, gerade wenn auf irgendwelche Äußerlichkeiten oder besondere Fähigkeiten Bezug genommen wurde. Das ist für jemanden, der die Serie kennt, sicher kein Problem. Mir würden ein paar Beschreibungen, wenn eine Figur zum ersten Mal auftaucht, da sehr helfen.

Ich finde den Konflikt sehr spannend, also dass die WBBA so auf der Kippe steht und sich immer wieder neue Ideen überlegt, wie sie sich und den Beyblade-Sport doch noch retten können... dass sie aber irgendwie doch immer wieder scheitern.
Vielleicht sollten sie einfach mal den kleinen Beyblader fragen, das wäre sicherlich effektiver! Ich bin wirklich gespannt, ob der Plan mit dem Fernsehprogramm aufgeht oder nicht...

Ein bisschen Schade fand ich, dass in dem Kapitel zwar viel geredet wurde, dass es inhaltlich jedoch nur wenig voran ging. Der Höhepunkt, in meinen Augen der Konflikt mit Altair, hätte vielleicht noch etwas mehr Gewichtung bekommen können.

Alles in allem war es dennoch ein schönes Kapitel, das Lust auf mehr macht, selbst wenn man (wie ich) die Staffel nicht kennt. Ich bin gespannt darauf, ob der Plan der WBBA gelingt, welche dunkle Macht sich da wieder zusammenbraut und natürlich: wie die Sendung mit den Beybladern läuft und wie sie von den Menschen aufgenommen wird.

Ich freue mich schon auf das nächste Kapitel! :-)

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Haha, Altair ist wirklich ein Fall für sich und es ist schon fast vorprogrammiert, dass er bei vielen anecken wird^^° Aber vielleicht kann er später noch etwas von sich überzeugen, wer weiß ;)
Ich muss aber sagen ... Mir macht es irgendwie voll Spaß, über ihn zu schreiben xD

Da du die Metal Saga nur sehr vage kennst, kann ich mir das durchaus vorstellen. Kann ich verstehen, aber is nur so ... Ich weiß nicht, ob ich deswegen jetzt wirklich so viel an meiner FF ändern soll (also diese Stelle umschreiben etc.). Ich hab wahrscheinlich schon öfters erwähnt, dass diese Story schon weit fortgeschritten ist und hier nun nach und nach veröffentlich wird. Ich ging damals beim Schreiben halt auch ein Stück weit von aus, dass man die Serie kennt, wenn man dazu ne Fanfiktion liest ... OMG, das hört sich grad so blöd von mir an x.x
Wenn ein für dich neuer Name auftaucht ... Vielleicht kannste es dann ja kurz bei google Bilder suchen? Also, ausgenommen von meinen OCs. Die erkennt man meistens daran, dass sie wenigstens ein kleines bisschen beschrieben werden, also in der Regel^^°
(Ich hoffe echt, dass du dich jetzt von mir nicht ... abgespeist oder so fühlst, aber so seh ich das halt. Ist auch keineswegs böse gemeint, bitte nicht falsch verstehen O.O)

Jepp, wäre tatsächlich schlauer von der WBBA. Ich sag aber mal, dass manches auch seinen Grund hat und sich da noch einiges aufklärt.

Hm ... So hab ich das bisher nicht betrachtet, aber natürlich isses auch interessant, mal ne andere Sichtweise dazu zu hören/lesen. Ich finde, viele meiner Kapitel laufen nach diesem Schema ab. Also, viel Gelaber, aber es geht nicht so schnell voran. Hat eher den Grund, dass ich das irgendwie lieber mache. Mir macht es mehr Spaß, Gespräche zu schreiben und ich mag es meistens nicht, wenn alles Schlag auf Schlag schnell weitergeht, so hoppala hopp (also, dass ich mir lieber Zeit lasse). Ich versuche mir dabei auch noch einzureden, dass man die Situationen dann länger auf sich wirken lassen kann xD ... Hört sich grad alles wie so ne schlechte Ausrede von mir an, ach herrje x.x

Hehe, die Show ... Wird man ja bald sehen xD Es freut mich auf jeden Fall, dass du trotz nicht wirklichen Kennens der Metal Saga weiterlesen möchtest und ich dich nicht zu sehr enttäuschen werde x3

Bild des Benutzers TheTwixer

> Altair, ich muss dir leider sagen, dass mir dein Auftreten und dein Verhalten nicht sonderlich sympathisch sind. :'D

Da muss ich Phase aber widersprechen, ich finde gerade durch seine vorlaute Klappe wird Altair erst sympathisch xDDDD
Er erinnert mich ein bisschen an Heiji aus Conan von seiner Wortwahl/Dialekt und das gefällt mir eigentlich ziemlich gut.

Schön gefunden hätte ich es aber auch, wenn der Konflikt etwas ausgebaut worden wäre - zB indem auch wirklich ein kurzer (neugieriger) Dialog zustande kommt und Altair vielleicht von einem Blader in Deutschland/Brasilien/Woauchimmererwar erzählt, der eine Anekdote berichtet, die den Rassismusvorwurf uÄ untermauert.

Ansonsten muss ich aber auch hier sagen: ich finde es extrem spannend, wie du noch nen weiteren politischen Punkt mit in die FF reinbringst durch die Vorwürfe gegenüber der WBBA von ausländischen Bladern. Dass gibt der Nemesis-Krise noch ne zusätzliche Brisanz - und ich fand es hat vorher schon ziemlich gebrannt xDDD

Bild des Benutzers Monoceros

Haha, so verschieden sind die Geschmäcker xD Ich selbst mag Altair ja auch sehr gerne, hab aber zugegebenerweise damit gerechnet, dass die meisten Leser ihn (zumindest am Anfang) nicht mögen werden.
Diese Ähnlichkeit ... war natürlich total geplant ... jawohl! xD Hehe ... Das ist nur Zufall, aber ein gelunger. Altair sollte halt vorlaut sein und kein Blatt vor den Mund nehmen, mehr hab ich mir bei seiner Ausdrucksweise nicht gedacht. Ach, Schimpfwörter benutzt er, wie man vielleicht merkt, auch gerne.

Hm ... Eigentlich ne voll gute Idee, um diesen Punkt noch besser zu unterstreichen. So klug war ich nur beim Schreiben leider nicht^^° Na ja, sei es drum. Altair wird auch so noch für genug Konflikte sorgen, alleine mit seiner ganzen Art.

Ui, dann nochmals dankeschön^^ Ich glaub du bist die Erste, die da etwas mehr zu sagt. Darüber freu ich mich sehr, da mit dieser politische Aspekt wichtig ist (auch, wenn er nicht in jedem Kapitel da ist).

Bild des Benutzers Bäumchen

*lol* und ich dachte (W)BBA-Leute sind es gewohnt, dass spontan irgendwelche Beyblader in ihre Besprechungen platzen ^^" das gehört doch zum guten Ton in dem Fandom! Ich finde den Punkt, dass die ausländischen Blader nicht gut auf die WBBA zu sprechen sind, wirklich spannend. Man hatte das ja schon nach Metal Fusion ein wenig, als Gingka das Turnier gewonnen hat und sich alle benachteiligt fühlten, weil er "bester Blader von Japan" war und alle anderen ... nichts. Dass dann wieder die Japaner gewinnen, streut schon 'n bisschen Salz in die Wunde. Und bei den legendären Bladern ... Gingka, Kyoya, Ryuga, Kenta sind Japaner ... Yuki auch ... das sind schon 'ne Menge.

Daisuke kann ich gerade überhaupt nicht zuordnen. Kam der in der Serie vor und ich hab ihn verdrängt oder ist das ein OC? Ich hab da überhaupt kein Bild im Kopf, leider. Altair finde ich als Charakter spannend. Er schlägt eindeutig wieder in die Masamune-Richtung vom Charakter her xD Aber das ist ja nichts Schlechtes und ich bin neugierig wie er sich bei der WBBA in Zukunft bemerkbar machen wird. Wenn die ihn aber noch mal so grob abwimmeln, fürchte ich, dass er auf der falschen Seite landen könnte. Das ganze Streitgespräch riecht jedenfalls nach Ärger.

Allgemein bin ich nicht sicher was ich vom Umgang von Ryu und co mit Altair halten soll. Aus meiner Sicht haben sie ein wenig überreagiert und gerade beim aktuellen Stand des SPorts können sie es sich eigentlich nicht leisten es sich auch noch mit den Bladern zu verscherzen ^^" Aber ich hab natürlich leicht reden. Bin schon gespannt wie es damit noch weiter geht =)

Bild des Benutzers Monoceros

Stimmt eigentlich, aber die sind dann eh schon den (W)BBA-Leuten bekannt xD Das ist auch so ziemlich das, warum ich auf die Idee kam, dass Blader außerhalb Japans etwas angefressen sein könnten ;)

Hehe, Daisuke ist ein OC von mir. Sorry, falls das so schlecht rauskam (bei Extras sind meine OCs zumindest mit Namen und so aufgelistet, falls das hilft). Oder aber ich nehme es mal an Kompliment, Daisuke habe sich so gut in die Szene eingefügt, dass er direkt aus der Metal Saga sein könnte (nur Spaß xP).
Ja, kann man so sagen. Auch, wenn Altair im Gegensatz zu Masamune auch richtig fies und hinterhältig sein kann, wenn er es will^^° Aber auf ihn kann man gespannt sein.

Natürlich war das eher die unpassende Reaktion. Ich hoffe, ich spoiler nicht zu viel, dass sich wegen dem neuen Feind etc. zu viele Gedanken gemacht wird. Altair war nun einmal ein Fremder, der sie mit ungenehmen Dingen konfrontiert hat. Und nun, woher wollten sie wissen, ob er nicht von Feindesseite kommt? Ich nenne es hier mal übertriebene Vorsicht auf falscher Ebene^^°

Bild des Benutzers Meakuel

Also Daisuke ist ja mal noch immer absolut verknallt!

Ich habe mich ja auch gefragt, wie ein Unbefugter so einfach da rein platzen kann. Und was für ein großes Ego der gute Altair doch zu haben scheint. Ein gutes Repertoire an miserablen „flotten Sprüchen“ bringt er wohl auch mit. Aber anderen dann Arroganz vorwerfen! Selbst Rassismus, auch wenn das wohl eher auf dem beruht, was er an Gerüchten und Meinungen gehört hat.

Genial fand ich auch die Stelle, wo er meinte, sie müssten von seinen Fähigkeiten begeistert sein. Nachdem er festgestellt hatte, dass sie noch nie von ihm gehört haben, also auch nichts über seine, ach so tollen Fähigkeiten! xD

Mir scheint, man hat den Guten, nicht nur, was die Mülltonne angeht, zu viel durchgehen lassen. Der dürfte noch anstrengend werden! =,D

Bild des Benutzers Monoceros

Also das kannste ja mal laut sagen xD

Man kann alles, man muss es nur wollen xD Nee, Spaß^^°
Altair ist tatsächlich ein Charakter mit ner gewissen Doppelmoral. Sich über andere beschweren, aber in manchen Punkten selbst nicht besser sein.
Die Stelle wollte ich damals sogar noch weiter ausbauen, aber ich dachte echt, das sei dann zu viel des Guten xD
Mit dem zu viel durchgehen lassen sei mal dahingestellt. Aber ja, Altair kann durchaus anstrengend werden ... Es ist aber so unterhaltsam, über ihn zu schreiben xD